Ehrung der treusten Spender 

Bereits 225 Mal: Mann aus Aschau am Inn ist Spitzenreiter im Blutspenden

Dingolfing/Landkreis Mühldorf - Am Mittwochabend wurden die treuesten Blutspender aus Nieder- und Oberbayern in Dingolfing ausgezeichnet. Der "Spitzenreiter" ist ein Mann aus Aschau am Inn. 

Blutspender lassen mit Vorliebe Taten sprechen. Sie retten immer und immer wieder Leben, setzen sich unaufhörlich für andere Menschen ein und bleiben dabei bescheiden. 

Ein solches gesellschaftliches Vorbild ist allen voran Ulrich Heroven aus Aschau im Landkreis Mühldorf am Inn. Er hat sage und schreibe 225 Blutspenden in seinem Leben geleistet. Wie man das schafft? Indem man regelmäßig spendet, jedes Jahr alle Möglichkeiten ausschöpft und nach den Blutspende-Angeboten vom Blutspendedienst des BRK (BSD) Ausschau hält. „So wurde Blutspenden über die Jahre bei mir zur Tradition“, erklärt der Aschauer seinen Weg zu 225 guten Taten.

Der Superspender des Abends mit 225 Blutspenden: Ulrich Heroven (Mitte), interviewt von Michael Sporer. 

Gang zur Blutspende auf Whatsapp organisiert 

Stefan Hobmaier aus dem Landkreis Kelheim spendete bereits 100 Mal Blut und wird auch weitermachen.

Anwärter auf die Fußstapfen des Superspenders zeigten sich beim Ehrungsabend am Mittwoch viele: Für Stefan Hobmaier aus dem Landkreis Kelheim zum Beispiel stehen bereits 100 Blutspenden zu Buche. „Ich gehe meist mit einer Clique bis zu sechs Leuten gemeinsam spenden. Wir organisieren uns per Whatsapp-Gruppe“, erzählt der Mann aus Attenhofen. 

Einen bevorzugten Spendeort hätten sie keinen, man suche sich einen Ort im Landkreis spontan raus und komme auf um die sechs Spenden im Jahr. „Es ist immer auch ein geselliger Abend unter Freunden“, betont Stefan Hobmaier. So einfach geht das mit dem Blutspenden und Lebenretten. Seine verdiente Auszeichnung für das jahrelange Engagement wurde auch ihm am Mittwoch zuteil. 

507 Blutspender ausgezeichnet 

Insgesamt zeichnete der BSD in der Dingolfinger Stadthalle 507 Blutspender Nieder- und Oberbayern aus, die von 75, 100, 125, 150, 175, 200 bis hin zu eben 225 Spenden gegeben haben. 

Die ausgezeichneten Spender aus dem Landkreis Mühldorf am Inn. 

Sie stammten aus den Kreisverbänden Altötting, Cham, Dachau, Deggendorf, Dingolfing-Landau, Eichstätt, Erding, Freising, Freyung-Grafenau, Ingolstadt, Kelheim, Landshut, Mühldorf-Inn, Passau, Pfaffenhofen, Regen, Regensburg, Rottal-Inn, Schwandorf und Straubing-Bogen.

Die ausgezeichneten Spender aus dem Landkreis Altötting. 

Der Blutspendedienst des BRK veranstaltete für diese unermüdlichen Lebensretter einen ausgefüllten Unterhaltungsabend als herzliches Dankeschön. „Sie, liebe Blutspenderinnen und Blutspender, haben in vielfacher Weise bewiesen, dass Sie Solidarität leben und Verantwortung für Ihre Mitmenschen übernehmen. Ihr Einsatz macht uns stolz, und er trägt dazu bei, dass mit rund 250.000 Aktiven die Blutspende die größte Bürgerinitiative in Bayern ist“, betonte in seiner Eröffnungsrede Dr. Franz Weinauer, der ärztliche BSD-Geschäftsführer.

Ehrungsabend mit tollem Programm

Anschließend genossen die geladenen Gäste das Abendprogram mit prominenten bayerischen Größen aus Fernsehen, Sport und Comedy. Michael Sporer vom BR moderierte das Event. Daneben beeindruckte Behinderten- und Extremsportler Felix Brunner das Publikum mit seiner bisherigen Lebensgeschichte: Der junge Allgäuer erhielt nach einem schweren Kletterunfall im Jahr 2009 rund 800 Blutkonserven. Seither sitz er im Rollstuhl, ist aber sportlich mindestens genauso aktiv wie vor dem Unfall. 

Behinderten- und Extremsportler Felix Brunner beeindruckt das Publikum. 

Aktuell bereitet er sich als Monoskifahrer auf die Winter-Paralympics 2018 vor. In einem persönlichen Grußwort an die Spender bedankte er sich bei ihnen dafür, dass er überleben konnte. Darüber hinaus sorgte der bayerische Kabarettist Chris Boettcher mit einem Auszug aus seinem aktuellen Bühnenprogramm für mehr als einen Lacher.

Pressemeldung Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes gemeinnützige GmbH

Rubriklistenbild: © BSD/ Guido Rehme

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