Anfrage der Grünen im Bundestag

Steigen die Kosten für A94-Bau ins Unermessliche?

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Mühldorf/Heldenstein - Steigen die Kosten für den neuen A94-Abschnitt von Pastetten nach Heldenstein um 140 Millionen Euro? Oder sogar noch weiter? A94-Gegner kritisieren die fehlende Transparenz:

Mitte/Ende 2019 soll die Autobahn A94 Richtung München fertiggestellt sein. Im Isental und auch im Landkreis Mühldorf sind bereits deutliche Baufortschritte erkennbar. 33 Kilometer ist der Abschnitt zwischen Heldenstein und Pastetten lang. Insgesamt werden für das Großprojekt 57 Brücken gebaut. 35.000 Kubikmeter Erde werden täglich bewegt. 450 Menschen sind auf der Baustelle beschäftigt.

Doch wie teuer ist das Projekt wirklich bzw. sind die Kosten bereits deutlich gestiegen? Laut Bundesverkehrswegeplan sind für den Bau der Isenautobahn zwischen Pastetten und Heldenstein rund 1,1 Milliarden Euro veranschlagt. Doch seit kurzem soll es laut BR Hinweise darauf geben, dass die Strecke teurer wird als jemals gedacht. Demnach sollten die Baukosten bisher immer bei 400 Millionen Euro liegen. Im Bundesverkehrswegeplan seien laut BR die Kosten für die Isentalautobahn mit 540 Millionen Euro angegeben, sprich rund 140 Millionen Euro mehr. 

Auf eine Anfrage der Grünen im Bundestag kam heraus, dass auch im Bundeshaushalt Kosten eingestellt sind - trotz ÖPP (Die Öffentlich-private Partnerschaft baut die Isentalautobahn auf eigene Kosten). Und auch diese Kosten sind von ursprünglich 38 Millionen auf 119 Millionen gestiegen - also um rund das Dreifache, so der BR weiter. 

Auch nach der Rechnung von MdB Ewald Schurer (SPD) Anfang Oktober ergibt sich eine Kostensteigerung auf 1,21 Milliarden Euro und damit eine Differenz von nicht weniger als 110 Millionen Euro. "Das kann man wohl kaum als geringe Mehrkosten bezeichnen"Grund für die Kostenexplosion sehen die A94-Gegner darin, dass der feuchte Isental-Boden kein guter Baugrund sei. 

Auf mehrere Anfragen zur Kostenexplosion antwortete das Bundesverkehrsministerium dem BR nicht; darum kritisieren A94-Gegner und Anwohner die mangelnde Transparenz von Bundesverkehrsministerium und der Isentalautobahn GmbH.

mh

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