Abschluss des kommunalen Energieeffizienznetzwerks Südbayern

Drei Jahre erfolgreiche Netzwerkarbeit im Landkreis Mühldorf: 200 Einzelmaßnahmen umgesetzt

Netzwerkphasen Mühldorf
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Die Netzwerkphasen

Landkreis Mühldorf am Inn - Vor drei Jahren hatte sich der Landkreis Mühldorf am Inn mit den Städten und Gemeinden Neumarkt St. Veit, Pöcking, Germering, Feldkirchen Westerham, Kolbermoor und Wasserburg zum Energieeffizienznetzwerk Südbayern zusammengeschlossen. Mit dem Ziel, durch verschiedene Maßnahmen und Projekte Energie einzusparen.

Die Pressemitteilung des Landratsamt Mühldorf am Inn im Wortlaut:


Die Bilanz nach der Projektlaufzeit fällt positiv aus: Mit einer Punktlandung wurden die Ziele erreicht: So können nun nachhaltig jährlich etwa 2.700 MWh und ca. 990 t CO 2 in den teilnehmenden Kommunen eingespart werden. Insgesamt wurden über 200 größere und kleinere Einzelmaßnahmen umgesetzt.

Dabei tauschten sich nicht nur die teilnehmenden Kommunen untereinander aus, sondern auch die Fachbereiche im Landratsamt. „Wir haben einen ganzheitlichen Blick auf die Liegenschaften, bei dem alle Belange betrachtet werden. Dabei steht das Thema Energieeffizienz ganz weit oben“, so Oliver Vollmer, zuständiger Fachbereichsleiter der Liegenschaftsverwaltung.


„Die umgesetzten Maßnahmen reichen vom Austausch von Nicht-LED Leuchten durch LED Leuchten, der Erneuerung der Heizungssteuerung und -verteilung wie zum Beispiel der Einsatz von geregelten und selbstlernenden Zirkulationspumpen nach dem neuesten Stand der Technik, der bedarfsgerechten Optimierung der Wärmeabgabe inkl. hydraulischen Abgleich, dem Entfernen elektrischer Heizungen bis zur zusätzlichen Dämmung von obersten Geschossdecken“, so Thomas Bumberger, Fachbereichsleitung Hoch-/Tiefbau, zu den Maßnahmen im Detail.

Und diese Maßnahmen waren erfolgreich: „Insgesamt konnte der Energieverbrauch bei den Landkreisliegenschaften für Wärme und für Strom um ca. 700 MWh/a bzw.7 00.000 kWh/a reduziert werden. Gemessen am Gesamtenergiebedarf der betrachteten Gebäude sind dies rund 9 Prozent“, zieht Christoph Mayerhofer, Klimaschutzmanager des Landkreises, Bilanz.

Landrat Max Heimerl freut sich über das Ergebnis der Netzwerkarbeit und die gute fachbereichsübergreifende Zusammenarbeit in seinem Haus. „Energiewende und Klimaschutz sind schließlich eine gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe, die in allen Bereichen gelebt werden muss.“

Doch das Thema Energieeffizienz wird durch das Projektende noch lange nicht zu den Akten gelegt. Aktuell schließen sich mehrere Kommunen des Landkreises Mühldorf am Inn einem neuen Energieeffizienznetzwerk an. „Der Landkreis Mühldorf a. Inn hat sich als weiteres Ziel die Umstellung einiger Liegenschaften in Mühldorf auf eine regenerative Wärmeversorgung vorgenommen. Neben einer technischen und wirtschaftlichen Bewertung liegt ein weiteres Augenmerk der Machbarkeitsstudie bei der Betrachtung der regionalen Wertschöpfung der verschiedenen Wärmeerzeuger. In der aktuell wirtschaftlich angespannten Lage ist dies mehr denn je von großer Bedeutung“ so Landrat Max Heimerl. Netzwerkträger war der Energieversorger Bayernwerk Natur GmbH, energietechnisch beraten wurden die teilnehmenden Kommunen/Landkreise durch die beiden Institute „Institut für Systemische Energieberatung an der Hochschule Landshut“ (ISE) sowie das „Institut für Nachhaltige Energieversorgung“ (INEV).

Die Mitteilung des Landratsamt Mühldorfs

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