50 mbit/s bleibt erstmal purer Luxus

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Mühldorf/Altötting - 500.000 Euro sollen alle bayerischen Gemeinden für den Breitbandausbau bekommen. Wir wollten mal wissen, wie das im Innsalzach-Gebiet so ankommt:

Landkreis Mühldorf

Für das Landratsamt Mühldorf ist die Breitband-Förderung der bayerischen Staatsregierung "grundsätzlich begrüßenswert, da die Breitbandversorgung im ländlichen Raum dringend Unterstützung und Förderung bedarf." Aber: Bislang ist KEINE Gemeinde im Landkreis maximal versorgt - das heißt, verfügt über eine Verbindung von schnellen 50 Megabit pro Sekunde. "Lediglich neun Gemeinden sind weitestgehend versorgt", so das Landratsamt. Die Kritik: 500.000 Euro pro Gemeinde seien "wenig sachgerecht", und eher den Finanzierungsmöglichkeiten der Regierung geschuldet. Es sei zwar richtig, dass für den Breitbandausbau mancher Gemeinde weitaus weniger Geld nötig sei, bei anderen sei aber weit mehr nötig, um einen sinnvolle Breitbandverbindung zu bekommen.

Ein weiteres Thema: Die Verlegung der Leerrohre. Für den Landkreis Mühldorf ist die Mobilfunkbetreiber-Lobby schuld, dass die für die Breitbandkabel notwendige Verlegung nach wie vor nicht gefördert werde, denn die Lobby sehe sich hier nicht in der Umsetzungsverpflichtung.

Die Internet-Verlierer im Landkreis Mühldorf sind Egglkofen, Oberbergkirchen, Oberneukirchen und Taufkirchen. Sie verfügen noch nicht mal vollständig und zuverlässig über eine Internetverbindung von einem Megabit pro Sekunde. Ganz gut hingehen, mit einer Leistung von 16 mbit/s, stehen Ampfing, Aschau am Inn, Jettenbach, Kraiburg am Inn, Mühldorf am Inn, Neumarkt-Sankt Veit und Waldkraiburg da.

Landkreis Altötting

Der Landkreis Altötting war nicht ganz so auskunftsfreudig wie sein Nachbar. Laut Wirtschaftsförderung bleibe bei dem neuen Förderprogramm erst einmal abzuwarten, wie die genauen Rahmenbedingungen aussehen, da das letzte Förderprogramm "Breitbandinitiative Bayern" zahlreiche Male zwischen München und Brüssel hin und hergegangen sei, bis eine endgültige Fassung vorlag. Nur so viel: Für 14 Gemeinden im Landkreis wurden "eine Ist- und Bedarfsermittlung sowie eine Machbarkeitsstudie für 33.320 Euro angefertigt und mit 50 %, also 16.660 Euro gefördert," so das Landratsamt. "Ausbaumaßnahmen haben acht Kommunen beauftragt, die mit insgesamt 715.502 Euro vom Freistaat Bayern gefördert wurden."

redIs24

Rubriklistenbild: © dpa Symbolbild

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