BRK: Jetzt greift der Landes-Chef ein

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Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk will dabei helfen, das BRK Mühldorf wieder zu einen.
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Landkreis Mühldorf - Nach den jüngsten Querelen wird Leonhard Stärk, Landesgeschäftsführer beim BRK, persönlich zur Mitgliederversammlung des BRK Mühldorf kommen.

Die Querelen im BRK-Kreisverband Mühldorf schlagen immer höhere Wellen. Erst am Samstag hatte der innsalzach24-Artikel über den Rücktritt von Alex Burain als Leiter der BRK-Ortsbereitschaft Waldkraiburg eine leidenschaftliche Debatte unter den Lesern ausgelöst - viele offenbar selbst ehrenamtlich aktiv. Bis jetzt wurde der Artikel 32 mal kommentiert. Sogar Leonhard Stärk, Landesgeschäftsführer beim BRK, hat sich in die Diskussion eingeschaltet. Nun will Stärk auch auf der Mitgliederversammlung des Mühldorfer BRK am 15. April dabei sein.

"Persönliche Dinge persönlich halten"

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Er habe plötzlich eine Diskussion gesehen, die seiner Meinung nach intern in den Gremien des BRK geführt werden müsste, so Stärk gegenüber innsalzach24. Gerade dass die Kommentare oft ins Persönliche abgeglitten waren, störte den Landesgeschäftsführer. "Ich musste sie bitten, dass sie persönliche Dinge personlich halten."

Zuvor hatten die Leser schon einen Tag lang über Burians Rücktritt und die allgemeine Situation im BRK Mühldorf gestritten. Während die einen vermeintliche Misstände beim BRK anprangerten und Burians Einsatz für die Ehrenamtlichen lobten, warfen andere Burian vor, ein "schlechter Verlierer" zu sein.

Landesgeschäftsführer schreibt selbst einen Kommentar auf innsalzach24

Für Leonhard Stärk ist die Art und Weise, wie die Debatte geführt wurde, nicht hinzunehmen. Wörtlich schrieb er in einem eigenen Kommentar auf innsalzach24: "Es wäre besser, Ihr führt diese Diskussionen in den Gremien und Gruppen, die es innerhalb des BRK gibt." Diese Haltung untermauert er nun. "Es geht darum, Kritik in die richtigen Kanäle zu bringen", so Stärk.

Nach seinem Kommentar habe er viele positive Rückmeldungen aus dem Verband bekommen, erzählt Stärk. Doch auch bei den Usern hat der Landesgeschäftsführer sein Ziel nicht verfehlt. Nach Stärk Äußerung sind nur noch wenige Kommentare geschrieben worden. Einer davon richtete sich direkt an Stärk: "Bitte bringen Sie das BRK Mühldorf wieder in ein geordnetes, anerkanntes Fahrwasser", schrieb der User "Mueller" in Großbuchstaben. Der Landesgeschäftsführer will der Bitte nachkommen und Vorstand sowie Geschäftsführung des Mühldorfer BRK unterstützen. Auch bei der Affäre um den 2011 fristlos entlassenen Geschäftsführer Marc Elsner habe er eingegriffen.

In Mühldorf sieht Stärk einen "tiefen Riss"

Mühldorf befinde sich aktuell in einer "kritischen Neuausrichtungsphase", so Stärk. Es gebe "einen tiefen Riss zwischen verschiedenen Fraktionen und teilweise zwischen Hauptamt und Ehrenamt". Dennoch hofft der Landesgeschäftsführer auf eine Aussöhnung - wenn auch nicht von heute auf morgen: "Es dauert Jahre, bis es wieder ins Lot kommt."

Auf der Mitgliederversammlung des Mühldorfer Kreisverbands am 15. April will Stärk daher in einer Rede zu mehr Zusammenarbeit aufrufen. "Wir haben einen Auftrag", betont Stärk. Die Mitglieder sollten nicht so viele Kräfte in gegenseitiges Zerfleischen stecken, sondern Sachthemen in den Vordergrund stellen.

Maier ist froh über Stärks Engagement

Tanja Maier, Geschäftsführerin des BRK-Kreisverbands Mühldorf, begrüßt Stärks Engagement. "Das finde ich sehr gut. Ich habe ihn selbst darum gebeten, ein Signal zu senden." Stärks Erscheinen wertet Maier als Zeichen der "Wertschätzung gegenüber allen BRK-lern". Auch für die Kreisgeschäftsführerin braucht die Aussöhnung einfach noch Zeit. "In der Vergangenheit sind viele Wunden geschlagen worden", so Maier. Nun müsse man verloren gegangenes Vertrauen wieder wachsen lassen.

Nach der Mitgliederversammlung im April soll es eine Reihe von runden Tischen geben. Maier selbst möchte gesprächsbereit sein, wann immer es ein Problem innerhalb des Kreisverbands gibt. "Lasst mich zu Euch in die Gruppe kommen", formuliert sie ihren Apell an die Mitglieder des BRK. Es mache keinen Sinn, dass einer über den anderen spreche.

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