Landkreis beteiligt sich an Geothermie GmbH

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Gelebte interkommunale Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis und der Stadt Waldkraiburg dokumentiert. Bei der Unterzeichnung der Verträge von links: Energie-GmbH-Geschäftsführer Hermann Hackner, Landrat Georg Huber, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender Anton Sterr, Aufsichtsratsvorsitzender Siegfried Klika und Geschäftsführer Norbert Weigl.

Mühldorf/Waldkraiburg - Der Landkreis Mühldorf wird Kommanditist der Geothermie GmbH in Waldkraiburg. Mit 300.000 Euro beteiligt sich der Landkreis an der GmbH.

Die Stadt Waldkraiburg wird Kommanditist der Energie GmbH des Landkreises.

Die Verträge über die gemeinsame Zusammenarbeit im Energiebereich zwischen dem Landkreis Mühldorf und der Geothermie GmbH in Waldkraiburg wurden im Mühldorfer Landratsamt unterzeichnet. Mit 300.000 Euro beteiligt sich der Landkreis an der GmbH. "Das ist ein sichtbares und erfolgreiches Zeichen der interkommunalen Zusammenarbeit zwischen der Stadt Waldkraiburg und dem Landkreis", stellte Landrat Georg Huber heraus.

Der Landrat sowie Waldkraiburgs Bürgermeister Siegfried Klika sehen die Nutzung der Fernwärme aus der Geothermie als wichtigen Beitrag zur Energiewende im Landkreis. "Wir können uns nicht auf eine Energieart konzentrieren, sondern müssen sehen, dass wir einen Mix aus Wind, Biogas, Fernwärme und Fotovoltaikanlagen zusammenbekommen", betonte der Landrat.

Klika bezeichnete die Geothermie in Waldkraiburg als "Jahrhundertprojekt". "Wir sind mit diesem Projekt ein hohes Risiko eingegangen, aber unsere Erwartungen haben sich mehr als erfüllt", bilanzierte Klika.

Nach den Worten von Geschäftsführer Norbert Weigl sind die Bohrungen in Waldkraiburg beendet. Noch in dieser Woche soll der Bauplatz vom Bohrgerät geräumt werden. Als Nächstes folgt ein Langzeit-Pumpversuch, der rund 60 Tage dauern soll. Weigl rechnet damit, dass nach diesem Versuch die Leitungen mit Fernwärme beliefert werden können. Vom Zentrum heraus sollen die Fernwärmeleitungen bis zum Ortsrand von Waldkraiburg ausgebaut werden. "In zehn bs 15 Jahren dürften wir ganz Waldkraiburg erschlossen haben", gab Weigl den Zeitplan vor.

In der Geothermie GmbH werden sich in Zukunft neun Aufsichtsräte um die Belange der GmbH kümmen. Sieben davon kommen aus der Stadt Waldkraiburg und je einen stellen der Landkreis und die Waldkraiburger Stadtbau.

Die Stadt Waldkraiburg unterstützt weiter die Bemühungen des Landkreises im Bereich der Energiewende und wird Kommanditist in der Energie GmbH des Landkreises. Mit 3000 Euro beteiligt sich die Stadt Waldkraiburg an dieser GmbH. Auch diese Verträge wurden im Mühldorfer Landratsamt unterzeichnet.

"Wir haben unsere Zusammenarbeit weiter intensiviert und wir sind im Energiebereich auf einem sehr guten Weg", stellte der Landrat heraus.

sb/Waldkraiburger Nachrichten

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