Landkreis Altötting braucht Löwens Keltenhalle

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Burghausen - Mit der Beschränkung der Besucherzahlen für die Mehrzweckhalle in Töging auf maximal 618 Personen gibt es im Landkreis Altötting keine Halle mehr mit einem Fassungsvermögen von deutlich über 1000 Zuschauern.

Eine Brandschutzüberprüfung nach der neuen Versammlungsstätten-Verordnung hat ergeben, dass in der Töginger Mehrzweckhalle in Zukunft nur noch Veranstaltungen mit maximal 618 Besuchern stattfinden dürfen. Dies ist ein harter Schlag für Veranstalter und Bürger aus der Region. Kulturveranstaltungen mit bekannten Künstlern bedürfen größerer Hallen, um wirtschaftlich organisiert werden zu können. Im gesamten Landkreis und auch in der Region gibt es jetzt keine Halle mehr, in welche deutlich über 1000 Besucher passen. Die Veranstalter müssen also nach München, Landshut, Passau oder Salzburg ausweichen. Für das Kulturleben in der Region wäre dies ein harter Schlag.

Ein Umbau der Burgkirchener Keltenhalle zu einer Sport- und Kulturarena wie derzeit von Konzertveranstalter Stefan Löwen geplant, würde genau diese Lücke füllen und vielfältige Nutzungsmöglichkeiten eröffnen. Nach dem Umbau würde die Halle maximal 2800 Sitz- bzw. 5900 Stehplätze bieten „Wir würden damit einen weißen Fleck auf der Landkarte der mittelgroßen Veranstaltungshallen erschließen“, erklärt Löwen. „Andernorts müsste man viele Millionen investieren, um eine solche Halle zu bauen, aber hier haben wir eine bestehende Halle, die mit einfachen Mitteln zu einer Sport- und Kulturarena ausgebaut werden kann“, so der Burghauser Geschäftsmann.

Die Keltenhalle könnte nach dem Umbau bereits ab Anfang 2011 für große Kulturveranstaltungen, TV-Produktionen oder Messen genutzt werden. Der besondere Clou an den geplanten Umbaumaßnahmen ist dabei der Spezialkunststoffboden, der in der Halle verlegt werden soll. Er ist stabil genug für die Anforderungen von Großveranstaltungen und kann dennoch fast genauso wie die vorherige Eisfläche verwendet werden: Schlittschuhlaufen und Eishockeyspielen ist Sommer wie Winter ohne aufwendige Kühltechnik möglich. Da die Gemeinde den teuren Betrieb der Keltenhalle mit Eisaufbereitung nicht mehr stemmen kann, wäre dieses Konzept die einzige Möglichkeit den Schlittschuh- und Eishockeybetrieb in Burgkirchen aufrecht zu erhalten.

Die Pläne für den Umbau sind fertig und die Finanzierung gesichert, jetzt liegt es am Burgkirchner Gemeinderat, zu entscheiden, ob es eine Zukunft für die Keltenhalle gibt. Das Konzept von Stefan Löwen wird am 13. Juli in der Gemeinderatssitzung behandelt.

Rubriklistenbild: © dpa

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