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Probenperspektive

Laienmusiker im Landkreis Mühldorf dürfen bald proben: Konzept auf Basis der Aerosolstudie

Eine Musikerin spielt Querflöte in einem Labor, in dem mittels Rauch die Verteilung von Aerosolen sichtbar gemacht wird. Eine neue Studie zur Ausbreitung von Aerosolen in Orchestern legt die Möglichkeit kleinerer Mindestabstände zwischen den Musikern nahe - zumindest zur Seite hin.
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Eine Musikerin spielt Querflöte in einem Labor, in dem mittels Rauch die Verteilung von Aerosolen sichtbar gemacht wird. Eine neue Studie zur Ausbreitung von Aerosolen in Orchestern legt die Möglichkeit kleinerer Mindestabstände zwischen den Musikern nahe - zumindest zur Seite hin.
  • Josef Enzinger
    VonJosef Enzinger
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Musikrats-Präsident und CSU-Landtagsabgeordneter Dr. Marcel Huber erleichtert über die angekündigte Lockerung für Blasmusiker und Chormitglieder: „Aber bitte schrittweise und verantwortungsbewusst!“

Mühldorf/Ampfing – Nach der Ankündigung, dass Laienmusiker in Bayern ab einer Corona-Inzidenz von unter 100 wieder gemeinsam proben dürfen, spricht Dr. Marcel Huber, Präsident des Bayerischen Musikrats, von einer Riesenerleichterung. Denn jetzt gebe es wieder eine Perspektive.

Der CSU-Landtagsabgeordnete Dr. Marcel Huber bläst selbst die Tuba. Er freut sich, dass es nach monatelangem Ringen endlich eine Perspektive für Blasmusikensembles und Chöre gibt.

„Wir Musiker mussten ja quasi über ein Jahr ganz alleine in der Stube daheim üben. Das was ein Orchester oder einen Chor ausmacht, ist aber das gemeinsame Musizieren“, sagte der passionierte Tubist und CSU-Landtagsabgeordnete aus Ampfing am Tag der Bekanntgabe der Lockerung.

Schon seit Monaten in konstruktiven Gesprächen mit der Regierung

Als Präsident des Bayerischen Musikrates und des Musikbundes von Ober- und Niederbayern habe er seit Monaten darauf hingewirkt, dass Erleichterungen eintreten. „Der Staatsregierung ist bewusst, dass auch die Laienmusik ein wesentlicher Teil der Kultur Bayerns ist. Jedes einzelne Dorf ist wichtig. Die Öffnungsperspektive geht in die richtige Richtung.“

Lesen Sie dazu auch: Auch Chöre dürfen ab Inzidenzwert von unter 100 wieder proben

Konzept entwickelt auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse

Zusammen mit dem Bayerischen Gesundheits- und dem Kultusministerium habe man ein Konzept erarbeitet, das auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse ruhe. Huber bezieht sich dabei auf die Aerosolstudie, die von Professor Dr. Matthias Echternach mit Wissenschaftlern des LMU Klinikums München und des Uniklinikums Erlangen durchgeführt worden ist. Inhalt dieser Studie war die Aerosolausbreitung – und damit die mögliche Übertragung von Viren – beim Singen und beim Spielen von Blasinstrumenten.

Unterschiedliche Abstände bei Blasmusikern

Auf Grundlage dieser Ergebnisse wurden die Abstände im Orchester definiert, die von Musikinstrument zu Musikinstrument unterschiedlich ausfallen können – laut dieser Studie seien diese zum Teil geringer als vorher empfohlen.

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Bei einer Inzidenz unter 100 könne wieder musiziert werden, mit zehn Personen in Innenräumen und zwanzig Personen im Freien. Bei Werten zwischen 50 und 100 seien Nachweise zu erbringen – Impfung, überstandene Infektion oder negativer Corona-Test. Sinkt die Inzidenz unter 50, fallen diese Anweisungen weg.

Öffentliche Auftritte müssen wohl noch auf sich warten lassen

Das zweite Thema, das den Landtagsabgeordneten bewegt, ist natürlich die Lust der Musiker daran, wieder auftreten zu dürfen. „Daran arbeiten wir noch“, bittet Huber um Geduld, „schrittweise und verantwortungsbewusst müssen wir, abhängig von den Inzidenzen und auf Basis der wissenschaftlichen Daten vorgehen.“

Brotzeit und Blasmusik: Im Optimalfall geht irgendwann im Biergarten sogar beides

Huber blickt zuversichtlich in die Zukunft und bringt die Öffnung der Biergärten ins Spiel. Dort könne man dann – mit Blick auf die Inzidenzen – im besten Fall beides konsumieren – bayerische Musik und bayerische Küche.

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