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Aber nicht überall sinken die Zahlen

Lage im Kreis Mühldorf entspannt sich weiter: Fünf Gemeinden jetzt „Corona-frei“

Die Zahl der aktuell mit dem Coronavirus Infizierten im Landkreis Mühldorf ist erneut deutlich nach unten gegangen - inzwischen melden schon fünf Gemeinden „Corona-frei“, aber nicht überall sinken die Werte.

Landkreis Mühldorf - 199 Menschen sind es noch, die im Landkreis Mühldorf momentan (Stand 18. Mai) als „aktiv“ mit dem Coronavirus infiziert gelten - das sind nur noch 0,17 Prozent. Vorige Woche waren es noch gut 150 mehr. Der Abwärtstrend über die vergangenen Wochen hält weiter an. Und: Während in der Vorwoche nur eine Gemeinde als „Corona-frei“ galt, sind es in dieser Woche schon fünf, nämlich Egglkofen, Oberbergkirchen, Kirchdorf, Oberneukirchen und Rechtmehring.

Analyse der Corona-Zahlen auf Gemeindeebene im Landkreis Mühldorf

Inzwischen bewegen sich fast alle Kommunen im Landkreis Mühldorf im einstelligen Coronainfizierten-Bereich. Darüber liegen nur noch Waldkraiburg (73), Mühldorf (32), Ampfing (11), Reichertsheim und Gars (jeweils 10). Auch wenn in der Vorwoche vielerorts die Zahlen schon niedrig waren, gab es in einigen Gemeinden trotzdem ein deutliches Sinken der „aktiven“ Corona-Fälle: In Taufkirchen, Egglkofen, Oberbergkirchen, Buchbach, Obertaufkirchen, Kirchdorf, Aschau, Kraiburg und Oberneukirchen konnte der Wert um mehr als die Hälfte gedrückt werden. In Heldenstein ging es gar von 15 auf zwei herunter, in Polling von elf auf zwei.

„Aktive“ Corona-Fälle in den fünf größten Orten im Landkreis Mühldorf im Laufe der vergangenen Wochen.

Trotzdem gilt der Trend nach unten nicht überall im Landkreis Mühldorf: In Schönberg, Niederbergkirchen, Lohkirchen, Schwindegg und Jettenbach sind es mehr aktuelle Corona-Fälle als in der Vorwoche, aber die Zahl stieg jeweils nur um ein oder zwei Personen. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl gilt derzeit Reichertsheim als am stärksten belastet. Die zehn Fälle machen dort 0,61 Prozent der Bevölkerung aus. Es folgen Jettenbach (0,57 Prozent) und Niedertaufkirchen (0,49 Prozent). „Hotspots“ mit mehr als ein oder gar zwei Prozent an Infizierten in der Kommune lassen sich schon den ganzen Mai nicht mehr ausmachen.

Zahl der aktiv Corona-Infizierten in den Kommunen des Landkreises Mühldorf, Stand 18. Mai.

Die Fallzahl in einer Kommune lässt aber keine generellen Rückschlüsse auf die Ansteckungsgefahr vor Ort zu. Denn die Zahl sagt nichts darüber aus, wo sich eine Person mit dem Virus infiziert hat - ob im Gemeindegebiet oder nicht. Zudem sagen die Zahlen nichts über den Zusammenhang einer Ansteckung aus, also ob sich mehrere Personen beispielsweise unabhängig voneinander infiziert haben oder ob sich mehrere Personen innerhalb einer Familie infiziert haben.

In Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung sind laut Robert-Koch-Institut insgesamt 153 Todesfälle im Landkreis zu beklagen. Seit voriger Woche kam keiner hinzu. Zwei Covid-19-Patienten aus dem Landkreis Mühldorf werden derzeit auf einer Intensivstation behandelt, in der vergangenen Woche waren es noch fünf.

xe

Rubriklistenbild: © Pixabay Stefan Lanzinger

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