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Erkrankungen der Atemwege an der Spitze

Krankheitsfälle in 2020 sind gegenüber dem Vorjahr im Kreis Mühldorf gesunken

Mit 4,5 Prozent liegt der Krankenstand im Landkreis Mühldorf unter dem Bayernwert von 4,8 Prozent. RE
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Mit 4,5 Prozent liegt der Krankenstand im Landkreis Mühldorf unter dem Bayernwert von 4,8 Prozent.

Atemwegserkrankungen sind der häufigste Grund für Krankschreibungen. Das zeigt die aktuelle Auswertung der AOK zum Krankenstand für das vergangene Jahr. 37,2 Krankmeldungen je 100 AOK-versicherte Arbeitnehmer gab es im Landkreis Mühldorf wegen dieser Krankheitsart. Im Jahr zuvor waren es 42,6 Krankmeldungen.

Mühldorf – 2,2 Arbeitsunfähigkeitsfälle entfielen auf die Diagnose COVID-19. Muskel- und Skeletterkrankungen verursachten 28,1 Fälle, Erkrankungen des Verdauungssystems 12,0 und Verletzungen 13,4 Arbeitsunfähigkeitsfälle.

„Geht es um die Dauer der Erkrankung, so verursachen Muskel- und Skeletterkrankungen von allen Krankheitsarten immer noch die meisten Ausfalltage“, so Andreas Kochbeck, Direktor der AOK in Mühldorf. Statistisch gesehen war deswegen im vergangenen Jahr jeder AOK-versicherte Arbeitnehmer im Landkreis Mühldorf 5,1 Tage krankgeschrieben.

2,7 Fehltage ergaben sich aus den Erkrankungen der Atemwege, 2,4 Krankheitstage wegen nachgewiesener COVID-19-Corona in der Region finden Sie hierErkrankung und 2,7 Krankheitstage aufgrund von Verletzungen.

Insgesamt haben sich im Pandemiejahr 2020 weniger AOK-versicherte Arbeitnehmer im Landkreis Mühldorf krankgemeldet. „Die Gesamtzahl der Krankmeldungen sank im Vergleich zum Vorjahr um 10,5 Prozent“, so Direktor Kochbeck. Ein Grund könnten die Corona-Schutzmaßnahmen sein. So haben Abstand halten, Hygienemaßnahmen und Masken die Ausbreitung anderer Krankheitserreger vermutlich ebenfalls eingedämmt.

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Allerdings habe sich die durchschnittliche Dauer der Erkrankungen um 10,0 Prozent auf 13,2 Tage erhöht. Insgesamt war im Freistaat durchschnittlich jeder AOK-versicherte Arbeitnehmer 14,0 Kalendertage krank.

Damit sind die AOK-versicherten Arbeitnehmer im Landkreis Mühldorf im bayernweiten Vergleich gesünder. Mit 4,5 Prozent liegt der Krankenstand unter dem Bayernwert von 4,8 Prozent. Im Vergleich zum Jahr vor Corona haben sich etwas weniger Beschäftigte krankgemeldet. Der Krankenstand sank im Landkreis Mühldorf um 0,1 Prozentpunkte.

Trotz der Pandemie konnte die AOK Bayern im vergangenen Jahr knapp 2000 Unternehmen mit der Betrieblichen Gesundheitsförderung unterstützen. Dafür hat die größte Krankenkasse im Freistaat ihr Angebot auch online ausgebaut. Ein Schwerpunkt sind Angebote zur Stärkung der psychischen Gesundheit mit Programmen wie Stress im Griff unter www.stress-im-griff.de oder Gesund Führen unter www.aok-gesundfuehren.de. Online-Seminare zu solchen Themen wie „Resilienz“ oder „Gesund im Homeoffice“ konnten mehr als 1.000 Teilnehmer verzeichnen. (re)

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