Ist mein Kind "reif" für die Schule?

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Mühldorf - Der Wechsel aus dem Kindergarten in die Grundschule ist ein elementarer Schritt im Leben von Kindern und Eltern. In Mühldorf gibt es daher jetzt ein neues Projekt:

Um den Übergang so reibungslos wie möglich zu gestalten, müssen die Erzieherinnen und Erzieher der Kindertageseinrichtungen, die Lehrkräfte an den Grundschulen - und nicht zuletzt auch die Eltern eng zusammenarbeiten.

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Die Fachakademie für Sozialpädagogik Mühldorf, das Staatsinstitut für Frühpädagogik München, das Amt für Jugend und Familie Mühldorf, das Schulamt Mühldorf am Inn und Lernen vor Ort haben dazu das regionale Projekt "Den Übergang im Blick. Wir fragen Eltern" ins Leben gerufen. Zusammen mit 26 Kindertageseinrichtungen und zwölf Grundschulen aus dem Landkreis Mühldorf am Inn wurde hierzu ein Fragebogen entwickelt. Dieser wurde im Juni 2011 als erstes an Eltern weitergeleitet, deren Kind sich im letzten Kindergartenjahr befand.

Schnell wurde deutlich, auf welche Informationen Eltern in der Zeit des Übergangs besonders Wert legen:

  • Ist mein Kind "reif" für die Schule?
  • Was erwartet die Schule von uns als Eltern?
  • Für Eltern mit Migrationshintergrund und Alleinerziehende: zusätzlich günstige Einkaufsquellen.

  • Tipps, wie man sein Kind zu Hause auf die Schule vorbereiten kann.

Nach der Erstbefragung an den Kindertageseinrichtungen folgte im Mai 2012 eine Folgebefragung an 22 Grundschulen im Landkreis. Diese knüpfte inhaltlich direkt an die erste Befragung an, richtete sich allerdings an Eltern, deren Kind die erste Klasse einer Grundschule besuchte. Auch die zweite Befragung wurde wissenschaftlich durch das Staatsinstitut für Frühpädagogik begleitet.

Die Ergebnisse der zweiten Befragung wurden nun ausgewertet. Sie zeigten unter anderem auf, dass beim erfolgreichen Übergang vom Kindergarten in die Grundschule vor allem der Blick auf die Eltern eine wesentliche Rolle spielt: So wurde zum Beispiel deutlich, dass:

  • diejenigen Eltern, die mehr Tipps und Lernanregungen von ihrer pädagogischen Fachkraft erhielten, auch gleichzeitig zu Hause ihr Kind intensiver förderten. Diese Förderung im Elternhaus wirkte sich wiederum positiv auf die Lernfreude des Kindes aus.
  • die eigene Vorfreude der Eltern auf den Schuleintritt wesentlich die Eingewöhnung und Mitwirkung des Kindes in der ersten Klasse beeinflusste.

Und letztlich waren es die Eltern selbst, die anderen Eltern für einen erfolgreichen Übergang als Tipp auf den Weg gaben, den Übergang gelassen zu sehen, die Kinder nicht unter Druck zu setzen und ihnen vor allem Freude zu vermitteln.

Dank des großen Engagements der Bildungseinrichtungen konnte eine Beteiligung der Eltern von bis zu 70 Prozent erreicht werden. Dadurch erhielten die teilnehmenden Kindergärten und Grundschulen wichtige Erkenntnisse, um die Eltern noch passgenauer im Übergang zu begleiten und ihre gemeinsame Arbeit noch besser aufeinander abstimmen zu können.

Pressemitteilung Landkreis Mühldorf am Inn

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