Kommt Edeka-Markt auf den Volksfestplatz?

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Das Gelände am Harter Weg kann bald "ehemaliger" Volksfestplatz sein und "künftiger" Standort eines Supermarktes. Foto rob

Töging - Den Bau eines Edeka-Supermarktes auf dem Volksfestplatz haben die Mitglieder des Bauausschusses in die Wege geleitet. Ein entsprechendes Sondergebiet soll ausgewiesen werden.

Einstimmig fielen die Entscheidungen über die Änderung des Flächennutzungsplanes im Bereich Harter Weg und über die Aufstellung eines Bebauungsplanes für ein entsprechendes Sondergebiet auf der jetzigen Festwiese.

Sollte der Stadtrat den Beschluss-Empfehlungen der Ausschuss-Mitglieder folgen, kann die Diskussion um den Erhalt eines Supermarktes in der Siedlung beendet sein. Zweiter Bürgermeister Bastian Höcketstaller (SPD) sagte als Vertreter des erkrankten Bürgermeisters Horst Krebes, die "Baumaßnahme Edeka kommt mit großen Schritten auf uns zu".

Ersten Überlegungen zufolge soll ein neuer Markt im Süden des 12.000 Quadratmeter großen Grundstückes entstehen. Die Hauptzufahrt könnte über den Harter Weg erfolgen. Denkbar wäre auch eine Zufahrt über den jetzigen Parkplatz des bestehenden Edeka-Marktes. Ein Planentwurf liegt noch nicht vor.

Bereits vor etwa einem Jahr hatte der Marktbetreiber ein Grundstück für einen größeren als den bestehenden Edeka-Markt gesucht und zunächst das Erl-Grundstück neben dem Friedhof ins Auge gefasst. Allerdings hatte sich der Stadtrat nach Angaben Höcketstallers gegen diesen Standort ausgesprochen.

Sowohl SPD-Fraktionssprecher Günter Zellner als auch dessen Fraktionskollege Werner Lehner wiesen eine Aussage von Reinhold Eichelberger (FW) zurück, demnach der Kauf des Erl-Grundstücks durch FW-Stadträte zum Erhalt eines Supermarkt-Standorts in der Siedlung "beigetragen" habe. Zellner zufolge sei die Entscheidung über den neuen Supermarktstandort bereits vor Bekanntgabe des Erl-Verkaufs gefallen. Hier einen Zusammenhang mit dem Erl-Grundstück herstellen zu wollen, sei "weit hergeholt", so Zellner.

Lehner sagte, Stadträtin Elisabeth Auer (SPD) habe sich durch ihren Einsatz unter anderem mit einer Unterschriftenaktion "massiv" für den Markt in der Siedlung eingesetzt. Auer sagte zu ihrem Einsatz, es sei "keine einfache Zeit" gewesen. "An uns liegt's nicht. Wir haben den Willen", sagte Auer zu den Entscheidungen im Bauausschuss und den damit ermöglichten Erhalt eines Supermarkt-Standorts in der Siedlung.

Auf Nachfrage von Stefan Grünfelder (CSU) sagte Höcketstaller, es gebe Gespräche über einen neuen Volksfestplatz. In nicht-öffentlicher Sitzung sei bereits "ausführlich" darüber diskutiert worden. "Verhandlungen laufen", sagte Höcketstaller.

Zellner führte an, dass ein neuer Volksfestplatz auch dienen solle als Ort für Flohmärkte, Sondermüll-Sammlungen, Zirkus oder andere Feste. Laut Lehner werde das Schaffen eines neuen Volksfestplatzes aufgrund der Infrastruktur unter anderem mit Wasseranschluss nicht mit 10.000 Euro abgetan sein. Lehner zufolge verschwinde auch der jetzige Bolzplatz, für den vielleicht eine Lösung am Sportplatz gefunden werden könne.

Zellner hofft bei der Gestaltung des neuen Supermarkts auf eine entsprechende Anpassung an die Gebäude der Umgebung. Es solle kein Gebäude von der Stange sein.

Grünfelder regte an, die Anlieger des Volksfestplatzes beizeiten über konkretere Planungen zu informieren. Dies kann in einer Informations-Veranstaltung geschehen.

rob/Mühldorfer Anzeiger

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