Klimamanager für Landkreis

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Die Elektromobilität soll im Landkreis Mühldorf gefördert werden.

Mühldorf - Der Landkreis stellt nun einen Klimamanager ein. Dieser soll sich um Projekte wie "E-Mobilität" oder Energiesparmaßnahmen an Schulen kümmern.

Die Umsetzung des Klimafahrplans stand im Mittelpunkt der letzten Sitzung des Mühldorfer Kreistags. Der Landkreis wird einen zeitlich befristeten Klimamanager einstellen. Dieser soll sich um die Umsetzung des Klimafahrplans kümmern. Mit 37:14 Stimmen sprach sich der Kreistag für diese Maßnahme aus. Mit drei wichtigen Punkten soll der Klimafahrplan im Landkreis Mühldorf mit Inhalt gefüllt werden. Um die Umsetzung der Förderanträge zu erreichen, braucht der Landkreis einen Klimamanager, der mit einer halben Stelle ausgestattet werden soll und auf drei Jahre befristet wird. Der Landkreis muss dazu einen Eigenanteil von 10 000 bis 20 000 Euro aufbringen. Ziel des Klimamanagers ist, die Nachhaltigkeit der Bemühungen des Landkreises Mühldorf und seine Initiativen zu sichern. Er soll die Mitarbeiter des Landkreises und der anderer Kommunen soweit für dieses Thema sensibilisieren, dass auch nach Ablauf der Beschäftigungsdauer der Gedanke des Klimaschutzes fest verankert wird und weiter wirkt. Dies gilt auch für das Einbringen der Gedanken des Klimaschutzes durch den Klimamanager im Bereich Bildung und Schulen.

Die Beratung und Umsetzung des Teilkonzepts "E-Mobilität" mit einem Projektvolumen von rund 200 000 Euro und einem Eigenanteil des Landkreises von rund 100 000, der auf den Landkreis und den vier Pilotkommunen Buchbach, Haag, Schwindegg und Waldkraiburg verteilt wird, wurde vom Kreistag ebenfalls beschlossen.

Der Landkreis beteiligt sich auch am Teilprojekt "Energiesparmaßnahmen an Schulen". Auch diese Maßnahme ist Teil des Klimaschutzplans. Die Förderung solcher Energiesparmaßnahmen beträgt zwischen 50 und 65 Prozent. Aufgabe des Klimamanagers wird es auch sein, dieses Teilprojekt im Landkreis und eventuell interessierten Kommunen durchzuführen. Ziel der Schaffung des Energiemodells an Schulen ist es, den Gedanken des Klimawandels und der Energiewende sowohl im Liegenschaftsbereich der Schulgebäude als auch im Bereich Bildung zu verankern und eine nachhaltige Entwicklung sicherzustellen. "Insgesamt sind die geplanten Maßnahmen im Rahmen der Maxime global denken, lokal handeln, wichtige Maßnahmen zur Umsetzung der Energiewende in unserem Landkreis", stellte Landrat Georg Huber heraus.

Gegen die Umsetzung des Klimafahrplans und der damit verbundenen finanziellen Belastungen sprach sich Kreisrat Dr. Ulrich Geltinger aus. Er verwies auf den hohen Schuldenstand des Landkreises und erneute Kosten, die durch die Maßnahme entstünden: "Wir müssen die Bremse reinhauen und so kann es nicht weitergehen."

WGW-Fraktionsvorsitzender Josef Schöberl spach sich gegen die Umsetzung des Teilkonzepts "E-Mobilität" aus. "Die Elektroautos werden auf dem Land so schnell nicht zum Tragen kommen", sagte Schöberl. Gegen den Klimamanager votierte auch UWG-Kreisrat Christian Funiok.

Landrat Georg Huber verwies darauf, dass die Energiewende umgesetzt werden muss. "Wir müssen vor Ort rechtzeitig die Energiewende umsetzen und unsere Bürger dabei mitnehmen", erläuterte Huber. Grünen-Kreisrat Dr. Georg Gafus sprach sich für die Umsetzung der drei Punkte aus. "Wir müssen sparen aber auch in die Zukunft investieren", erklärte er.

sb/Mühldorfer Anzeiger

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