Mit der Lok ins Jubiläum

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Töff, töff, töff, die Parkeisenbahn: Hier fährt der Vorsitzende der Kleinbahnfreunde, Simon Gutzeit, eine Horde Kinder durch den Stadtpark. Beim Vereinsjubiläum am 23. und 24. Juni gibt es viele Mitfahrgelegenheiten.

Waldkraiburg - Mit einem Jubiläumswochenende am 23. und 24. Juni feiern die Kleinbahnfreunde ihr 25-jähriges Bestehen.

Genauso lange wie der Verein existiert eine Kleinbahnanlage - die im Stadtpark seit 1990 - auf der viele Loks und Waggons zu bestaunen sind und zum Mittuckern einladen.

Die Kleinbahnfreunde gründeten sich im Mai 1987. Alles fing damit an, dass sich Gründungsmitglied Gerd Rotsch einen Bausatz für eine Modell-Lok kaufte. "Das Modell reichte ihm bald nicht mehr, er wollte was zum Mitfahren", erinnert sich Hans Reibel, Zweiter Vereinsvorsitzender und ebenfalls Gründungsmitglied. Mit im Boot waren damals noch Sabine Reibel, Franz Stumpf, Günther Nieszczery, Uwe Marchionini, Franz Kilian, Martin Bergkofer und Thomas Rotsch.

Die Loks und Waggons werden von den Vereinsmitgliedern gewartet. Eine Dampflok macht am meisten Arbeit, wie Vorsitzender Simon Gutzeit erklärt.

Die erste kleine Gleisanalge gab es vor dem "Haus am Ölberg". 1988 wurde eine größere Gleisanlage gebaut, weil der Zuspruch in der Bevölkerung so groß war - unter tatkräftiger Unterstützung der Stadt. "Die halfen mit beim Verlegen der Schienen und karrten den Sand an", so Reibel. Der Spatenstich zum Bau der Stadtparkanlage war im April 1990 und kurz darauf kam die Genehmigung zum Bau einer personenbefördernden Kleinbahn durch den Park, die immer wieder modifiziert und erweitert wurde.

Heute verfügt der kleine "Bahnhof" über vier Gleise mit Energiesäulen, Lichtmasten und Signalen sowie zusätzlichen Abstellgleisen. Die automatisierten Weichen werden über ein transportables Stellpult bedient. Gefahren wird auf den Spurweiten 5 Zoll und 71/4 Zoll.

Derzeit hat der Verein 34 zahlende Mitglieder und fünf Jugendliche. Eisenbahnfreunde, die gerne basteln und schrauben, sind jederzeit willkommen, sich den Kleinbahnfreunden anzuschließen, wie Reibel sagt. Vier Loks und zwölf Waggons besitzt der Verein, aber die Mitglieder schicken auch ihre rund 20 privaten Loks hier auf die Gleise. Die Loks sind zwischen 28 und 550 Kilo schwer. Die "unhandlichen" bleiben im kleinen Lokschuppen, einem alten Trafohäuschen, das die Stadt dem Verein zur Verfügung gestellt hab.

Deutschlandweit gebe es rund 50 vergleichbare Anlagen, erklärt Erster Vorsitzender Simon Gutzeit. Er berichtet, dass das Fahrangebot hauptsächlich von Kindern genutzt wird - eine Fahrt kostet einen Euro - aber die Väter meistens unbedingt mitfahren wollen auf dem Rundkurs von 435 Metern. Ein Spaß für Groß und Klein also.

Beim Jubiläum am 23. Juni von 10 bis 20 Uhr und 24. Juni von 10 bis 18 Uhr gibt es viel zu sehen. Gastloks aus ganz Deutschland werden erwartet, die Jugend des Modelleisenbahnclubs präsentiert in einem Zelt ihre Modellanlage der Spurweite H-0, stationäre Dampfmaschinen werden ausgestellt. Und natürlich kann man mit der Parkbahn mitfahren. Für das leibliche Wohl ist an einem Imbiss-Stand gesorgt.

kla/Mühldorfer Anzeiger

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