Instandsetzung der Uferböschung am Ornaubau soll noch im Spätherbst erfolgen

Der Kinderkrippe einen Schritt näher

Obertaufkirchen - Der Bau der Kinderkrippe ist wieder einen Schritt weitergekommen. Der Gemeinderat hat dem Bauantrag zugestimmt.

Dieser wird jetzt den Landratsamt Mühldorf weitergeleitet. Gleichzeitig stellt die Gemeinde einen Förderantrag bei der Regierung von Oberbayern.

Bereits in seiner Juli-Sitzung hatte der Gemeinderat den Anbau einer Kinderkrippe an das bestehende Kindergartengebäude beschlossen. Im August hatte er dann die bauplanungsrechtlichen Voraussetzungen auf den Weg gebracht. Bei der September-Sitzung am Mittwochabend wurde die Eingabeplanung von Architekt Andreas Maier vorgestellt. Der Planer hat den Bauantrag bereits vorab mit dem Landratsamt abgestimmt und der Gemeinderat sah somit keine Veranlassung, sein Einvernehmen zu verweigern.

Im Juni sorgten starke Niederschläge dafür, dass das Ufer am Ornaubach bei Niedermühle ausgespült wurde. Bürgermeister Franz Ehgartner führte dem Gemeinderat per Beamer Bilder des Uferschadens vor. Der Zweckverbandes zur Unterhaltung der Gewässer III. Ordnung (GUZV) sieht als Ursache für die Uferausspülung Verwirbelungen an der Böschungsfläche unterhalb des bestehenden Absturzes. Dort wurden auch die vermauerten Seitenflügel stark unterspült und zum Teil abgerissen. Die anschließende Böschungsfläche an der rechten Seite wurde oberhalb des bestehenden alten Steinpflasters aufgerissen, so dass weitere Abspülungen stromabwärts entstehen konnten und die eingebrachte Böschungssicherung aus Wasserbausteinen hinterspült wurde.

Erosionsschutznetz empfohlen

Der GUZV hat einen Empfehlungskatalog erarbeitet, wie der Uferschaden repariert werden sollte. Zur primären Verbesserung der Standsicherheit der Böschungsfläche wird ein Erosionsschutznetz empfohlen, um den Grasanwuchs und die Ausbildung einer geschlossenen Grasnarbe zu fördern. Ferner empfiehlt der GUZV die Entfernung einer Weide. Das wird der Bauhof erledigen, führte Bürgermeister Ehgartner aus.

Laut Kostenvoranschlag des Zweckverbandes liegen die Kosten bei rund 8700 Euro, vom Staat gibt es Fördermittel in Höhe von 30 Prozent. Ehgartner führte weiter aus, dass während der regenreichen Herbstzeit mit weiteren Ausspülungen zu rechnen ist. Daher sollte die Reparatur des Uferschadens noch im Spätherbst durchgeführt werden. Der Gemeinderat stimmte den Unterhaltungsarbeiten uneingeschränkt zu. Die Verwaltung wurde gleichzeitig beauftragt, sich in Abstimmung mit dem GUZV um eine möglichst wirtschaftliche Bauausführung zu bemühen.

Die Finanzverwaltung hat die im Schuljahr 2009/2010 angefallenen Ausgaben und Einnahmen für die Grundschule Obertaufkirchen zusammengestellt. Durch den Wegfall der Teilhauptschule und der damit verbundenen Auslagerung von Hauptschulklassen musste der Abrechnungsmodus bei der Berechnung der Schulumlage für die Kinder aus der Gemeinde Rattenkirchen geändert werden. Dabei zeigte sich, dass der Bedarf für das Schuljahr 2009/2010 bei insgesamt 67493,35 Euro liegt. Im Vorjahr waren es noch 93590,39 Euro. 58490,02 Euro entfallen dabei auf Gebäude und Anlagen, 9003,33 Euro auf den Schulbetrieb. Nach der durchgeführten Berechnung ergeben sich folgende Umlagebeträge für Rattenkirchen: Für die Nutzung der Gebäude und Anlagen jährlich 411,90 Euro pro Kind und für den Schulbetrieb Grundschule jährlich 62,96 Euro pro Kind. Somit errechnet sich für die Schüler aus Rattenkirchen eine Umlage von 12026,24 Euro. Der Gemeinderat stimmte sowohl dem Berechnungsschema, als auch der neuen Umlage zu.

Auch den drei Bauanträgen stimmte der Gemeinderat zu. So kann Alfred Huber einen Carport bauen. Er bekam eine Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes "An der Rast", Teil drei. Jakob Göschl junior kann an sein bestehendes Wohnhaus einen Balkon anbauen und Rudolf Sachs sein Wohnhaus erweitern und eine Garage bauen, obwohl die Abstandsflächen nicht eingehalten werden können.

hsc/Mühldorfer Anzeiger

Rubriklistenbild: © dpa

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