Kinderkrippe allein nicht realisierbar

Rattenkirchen – Es ist eine Premiere gewesen: Die erste Sitzung im neuen Sitzungsraum im Bürgerhaus. Sichtlich angetan davon war nicht nur Bürgermeister Rupert Aigner. Doch darüber hinaus gab es für das Gremium wichtige Punkte zu besprechen.

Eine übergeordnete Bedeutung hat die Einrichtung von Kinderkrippenplätzen, denn dies müsse im Zusammenhang mit der beabsichtigten Grundschulsprengeländerung gesehen werden. Seitens der Gemeinde Rattenkirchen ist eine eigene Kinderkrippe allerdings nicht realisierbar. Deshalb bietet sich auch in der Kinderbetreuung eine Zusammenarbeit der beiden Gemeinden Rattenkirchen und Heldenstein an.

Aus diesem Grund einigte sich der Gemeindrat einstimmig darauf, die gesetzlich vorgeschriebenen Krippenplätze in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Heldenstein am Standort Heldenstein zu realisieren. Die Gemeinde plant, das untere Grundstück im Gewerbegebiet Haun aufzufüllen, was sich zur B12 hin erstreckt. Dies soll zu einer wesentlichen Verbesserung des Grundstückes hinsichtlich späterer Baumaßnahmen beitragen. Aufzufüllen sind teilweise bis zu zwei Meter, so dass das Terrain eben gestaltet werden kann.

10000 Kubikmeter werden benötigt

Dazu werden etwa 10000 Kubikmeter Auffüllmaterial benötigt. Möglicherweise kann das Material von der Autobahnbaustelle Ampfing der Firma Lutzenberger bezogen werden. Wichtig bei einer solchen Maßnahme ist, dass das Oberflächenwasser ablaufen kann. Da die Gemeinde noch Eigentümer der Grundstücke ist, muss sie zunächst die Auffüllkosten tragen. Der spätere Grundstückskäufer soll diese aber später zurückerstatten. Bei entsprechender Preisgestaltung könne auch an eine Bevorratung von Auffüllmaterial für den späteren Straßenbau im Gewerbegebiet gedacht werden. Der Gemeinderat einigte sich darauf, dass Bürgermeister Rupert Aigner entsprechende Preisverhandlungen mit der Firma Lutzenberger führen soll.

Des Weiteren hatte der Gemeinderat über die Genehmigung zweier Solar-Carports im Gewerbegebiet Haun zu entscheiden. Beabsichtigt ist die Errichtung von Energie-Carports mit einer Fertigteilgarage als Technikraum sowie zur Erzeugung erneuerbarer Energien. Da dieses Vorhaben im rechtsverbindlichen Bebauungsplan liegt, die Abweichung städtebaulich vertretbar und auch unter Würdigung nachbarlicher Interessen mit den öffentlichen Belangen vereinbar ist und die Grundzüge der Planung nicht berührt werden, stimmte der Gemeinderat dem Vorhaben in der vorliegenden Form zu.

In einem Schreiben informiert das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten über die Instandsetzung und das Freischneiden des Lichtraumprofils von Waldwegen. Betroffen ist neben der Gemeinde Rattenkirchen auch die Gemeinde Aschau am Inn. Sowohl im Rahmen eines Ortstermins als auch einer Versammlung soll das weitere Vorgehen mit den betroffenen Anliegern besprochen werden.

Wie wichtig die Arbeit des Anna-Hospizvereins ist, betonten die Gemeinderäte unisono. Eine feste Mitgliedschaft der Gemeinde komme derzeit allerdings nicht in Frage. Die Arbeit will der Gemeinderat dennoch mit einer Spende von 100 Euro unterstützen. Gemeinderat Alfons Sternegger machte auf den schlechten Zustand der Straße durch Klebing und an der Einfahrt zur Isentalstraße aufmerksam. Die Gemeinde wird für eine Sanierung Angebote einholen.

Gemeinderat Simon Karrer fragte nach, ob im Moment die Möglichkeit der Einrichtung des schnellen Internets auf der Basis von Glasfaserleitungen bestünde. Bürgermeister Aigner musste dies allerdings verneinen.

krl/Mühldorfer Anzeiger

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