Keine neuen Erkenntnisse zur Ursache des Wasserproblems

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Auch ein hydrogeologisches Gutachten hat die Ursache der Verkeimung im Wasserschutzgebiet nicht aufgeklären können.

Töging - Auch ein hydrogeologisches Gutachten hat die Ursache der Verkeimung im Wasserschutzgebiet nicht aufklären können.

Das Grundwasser im Einzugsbereich der Stadt fließt einem hydrogeologischen Gutachten zufolge von Nordwesten nach Südosten. Ein undichter Kanal am Harter Weg als Ursache für die Verkeimungen des Trinkwassers erscheint Stadträten deshalb als unwahrscheinlich.

Bürgermeister Horst Krebes hatte einige Ergebnisse aus dem Gutachten in der Stadtratssitzung am Mittwoch vorgestellt. Das Gutachten war vom Wasserbewirtschaftungsverband Inn-Niederterrasse (WIN) beauftragt und ein Teilergebnis am 12. Oktober WIN-Mitgliedern vorgestellt worden.

Der WIN-Vorsitzende und Mettenheimer Bürgermeister Stefan Schalk sagte am Donnerstag auf Anfrage, dass gesamte Gutachten soll im Januar fertig sein. Unter anderem gehe es um ein gemeinsames Wasserschutzgebiet.

Die Stadt Töging ist zwar nicht WIN-Mitglied, beteiligt sich aber an den Kosten des hydrogeologischen Gutachtens. Krebes will Töging betreffende Teile des Gutachtens in der November-Stadtratssitzung vorstellen lassen. Die Ergebnisse sollen Grundlage für die weitere Bewirtschaftung des Töginger Grundwassers sein.

Die Stadt sucht nach Entscheidungsgrundlagen für die langfristige Sicherung der Wasserversorgung, beispielsweise durch weitere Brunnen oder einen Hochbehälter.

Ungeklärt ist nach wie vor die Ursache für die mittlerweile beseitigte Verkeimung des Trinkwassers in diesem Jahr.

In der Bürgerfragestunde hatten sich erneut Sebastian Pfaffenhuber und Hans Utz senior zu Wort gemeldet. Krebes wies deren Vorwürfe zurück, die Stadt würde nach einer Untersuchung des Abwasserkanals am Harter Weg Informationen zurückhalten. Utz sprach von einem Brief Töginger Bürger, den er erhalten habe, die darin die Trinkwassersituation mit "verdreckt, vertuscht, verarscht" zusammenfassten. Die Absender nannte Utz nicht.

Gestern hat Pfaffenhuber in der Stadtverwaltung den Untersuchungsfilm des Kanals am Harter Weg eingesehen. Der Film soll unter anderem Risse und eingewachsene Wurzeln zeigen. Die Stadt überlegt eine Sanierung des mehrere Jahrzehnte alten Abwasserkanals.

Erneut angesprochen wurde auf Mühldorfer Seite in einer Kiesgrube und weiteren Stellen im Wasserschutzgebiet gelagertes Material. Laut Bauamtsleiter Peter Langer geht es um dort gelagerte Dinge, deren Unbedenklichkeit in punkto Wasser ungeklärt ist. Nach Angaben der Stadtverwaltung hat die Stadt das Landratsamt Mühldorf immer wieder angeschrieben - leider nur mit geringem Erfolg. Trotz der Reaktionen des Landratsamtes würden immer wieder entsprechende Güter dort abgelagert.

Langer sagte, dass aufgrund der vor einigen Wochen in Betrieb genommenen UV-Anlage zur Trinkwasserbestrahlung eine Verkeimung verhindert wird.

rob/Mühldorfer Anzeiger

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