Erhöhung der Kreisumlage abgelehnt

Schwindegg - Beim CSU-Ortsverbande ging Bürgermeister Dr. Karl Dürner auf die Finanzpolitik ein. Eine Erhöhung der Kreisumlage würde für mehrere Gemeinden das Aus bedeuten.

CSU-Ortsvorsitzender Martin Thalmeier ging bei der Versammlung im Nebenzimmer der Ratsstuben auf die letzten Monate sehr intensiv ein.

Seit der letzten Jahreshauptversammlung wurden einige Veranstaltungen und Faschingsbälle bei den Nachbar-CSU-Ortsverbänden besucht. Höhepunkte waren der Faschingsball in Schwindegg und der politische Aschermittwoch mit Bundestagsabgeordnetem Stephan Mayer.

Stellvertretend gab Zweite Vorsitzende Ingrid Obermeier-Osl für Schatzmeister Peter Karpfinger einen Kassenbericht ab: 765 Euro wurden erwirtschaftet. Dieser Überschuss wird für die Ausgaben der nächsten größeren Wahlen zurück gelegt, 84 Mitglieder hat der Ortsverband.

Bürgermeister Dr. Karl Dürner ging auf Aktuelles in der Gemeinde ein. Ein Dank gehörte den örtlichen wirtschaftlichen Betrieben, mit deren Gewerbesteuer im Ort wichtige Vorhaben verwirklicht werden können. Des Weiteren gab er einen Überblick über verwirklichte Maßnahmen in Schwindegg wie das Bürgerhaus und den Bau der Kinderkrippe. Er sei stolz auf die Schwindegger Bürger und auf das bisher Erreichte. Dies alles geschehe zum Wohl der Bürger und der Gemeinde. Im Anschluss daran wurden jeweils neun Personen als Delegierte und Ersatzdelegierte als Kreisvertreter für die Bundestagswahl sowie für die Landtags- und Bezirkstagswahl gewählt.

Wahlkampf müsse schon jetzt beginnen

Der stellvertretende Kreisvorsitzende Alfred Lantenhammer referierte über "Aufbruch Bayern - unsere Zukunft". Aktivitäten wie Ferienprogramm, Faschingsball oder auch der politische Aschermittwoch zeigen, dass sich Schwindegg voll im Aufbruch befinde. Zudem bringe sich der Ortsverband ins Gemeindeleben ein, woran auch die Junge und Frauen-Union beteiligt seien. Die CSU stehe bei rund 43 Prozent in der Wählergunst, für einen Wahlsieg werden noch etwa drei Prozentpunkte benötigt. Deshalb müsse jeder Ortsverband schon jetzt damit beginnen, mit den Bürgern zu sprechen, um sich seiner Sorgen anzunehmen.

Des Weiteren ging er auf die Themen Familie, Schule, Bildung und die Finanzpolitik der bayerischen Staatsregierung ein. Er sieht mittelfristig Griechenland nicht mehr in der Eurozone, trotzdem müsse alles unternommen werden, dass deren Wirtschaft in Schwung komme.

Lobend erwähnte Lantenhammer, dass die Fördergelder und Zuschüsse für den Bau von Kinderkrippen zügig ausbezahlt wurden. Diese Einrichtungen seien für junge Familien sehr wichtig, denn sie wissen, dass ihre Kleinkinder dort gut untergebracht sind. Wichtig sei auch ein gutes Schulsystem.

Dürner: "Erhöhung kommt nicht in Frage"

In der anschließenden Diskussion sagte Bürgermeister Dr. Karl Dürner in seiner Funktion als Bürgermeistersprecher, dass es einen Neubau einer neuen Realschule, die der Landkreis finanzieren muss, nicht geben werde. Der Landkreis habe noch rund 67 Millionen Euro Schulden, eine Erhöhung der Kreisumlage würde für mehrere Gemeinden das Aus bedeuten. Wenn Ampfing eine Realschule bauen will, dann nach dem Vorbild von Oberding im Landkreis Erding. Dort hat die finanzstärkste Gemeinde des Landkreises die Realschule für den Landkreis gebaut. Eine weitere Erhöhung der Kreisumlage komme für den Bau einer Schule jedenfalls nicht in Frage, sagte Dürner.

Zum Abschluss der Versammlung gab Ortsvorsitzender Martin Thalmeier einige Termine bekannt, es soll zwei bis drei Stammtische zu aktuellen Themen der Bundes-, Bayern-, Landkreis- oder Gemeindethemen geben. Auch in diesem Jahr beteiligt sich der CSU-Ortsverband mit der Jungen Union beim Ferienprogramm.

tf/Mühldorfer Anzeiger

Rubriklistenbild: © pa

Zurück zur Übersicht: Region Mühldorf

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser