Keine Angst vor Landesbank-Kosten

Mühldorf/Altötting - Die Sparkasse Altötting-Mühldorf sieht einer möglichen Beteiligung an den Rettungskosten der BayernLB relativ gelassen entgegen.

"Das wird uns nicht weh tun", erklärte der Verwaltungsratsvorsitzende Georg Huber gestern am Rande der Pressekonferenz zum Führungswechsel im Vorstand.

Ähnlich sieht es der Vorstandsvorsitzende Herbert Langstein. "Auch wenn die Details noch nicht bekannt sind, fürchten wir uns nicht vor einer Entscheidung", betonte der 60-Jährige auf Nachfrage des Mühldorfer Anzeigers.

Zum Hintergrund: Die Rettung der BayernLB im Jahr 2008 hat den Freistaat Bayern rund zehn Milliarden Euro gekostet. Die bayerischen Sparkassen, die zur Hälfte an der Landesbank beteiligt waren, haben sich bisher daran nicht beteiligt. Ein Umstand, der sowohl EU-Wettbewerbskommissar Joaqun Almunia als auch Bayerns Finanzminister Markus Söder zu schaffen macht.

Im Dezember machte Söder deutlich, dass der Freistaat von den Sparkassen einen Betrag in Höhe von rund 1,5 Milliarden Euro erwartet. "Dabei ist im Gespräch, die stillen Einlagen der Sparkassen in Höhe von 800 Millionen Euro in Grundkapital umzuwandeln. Das hätte zunächst einmal keine finanziellen Auswirkungen auf unser Haus", sagte Langstein.

Zum anderen steht der Vorschlag im Raum, die LBS an die Sparkassen zu verkaufen. Um den möglichen Kaufpreis wird derzeit gerungen. "Er wird wohl zwischen 600 Millionen und 1,2 Milliarden Euro liegen", bestätigte Langstein entsprechende Medienberichte.

An diesen Ausgaben müssten sich die Sparkassen in Höhe ihres prozentualen Anteils an der LBS beteiligen. "Unser Anteil liegt zwischen 1,3 und 1,4 Prozent", erläuterte Langstein, betonte aber zugleich, dass es sich im Grunde um "reine Investitionskosten" handelt. "Wir bekommen ja einen Gegenwert dafür, noch dazu von einem soliden Unternehmen, das Gewinn abwirft." Die Investition würde demnach die Kreissparkasse Altötting-Mühldorf mit einem Betrag zwischen 7,8 und 15,6 Millionen Euro belasten - bei einer Bilanzsumme von über 2,1 Milliarden Euro.

"Kein Problem", findet auch Erwin Schneider: "Die Regulierungskriterien von Basel III würden wir trotzdem noch immer leicht erfüllen."

ha/Mühldorfer Anzeiger

Rubriklistenbild: © pa

Zurück zur Übersicht: Region Mühldorf

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser