Weg für die Kanalbrücke frei?

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Ein Tunnel des finanziellen Grauens könnte die Bahnunterführung an der Kapellenstraße werden. Deshalb sind weder Stadt noch Landkreis begeistert, die Straße in ihrem Eigentum zu haben. Jetzt scheint ein Kompromiss über die Übernahme der Straße durch die Stadt gefunden zu sein, der den Ausbau der benachbarten Kanalbrücke ermöglicht.

Mühldorf - Offensichtlich wird es doch eine Lösung für den Bau der Innkanalbrücke an der Kapellenstraße vis á vis von Mc Donalds geben. Das bestätigte Bürgermeister Knoblauch auf Anfrage.

Mühldorf - Nach seiner Einschätzung kann die Brücke im kommenden Jahr erneuert und verbreitert werden. "Wir sind auf dem Weg, das mit den Gremien abzuklären". sagte Knoblauch. Der Finanzausschuss und der Bauausschuss der Stadt haben sich laut Knoblauch in nichtöffentlicher Sitzung mit dem Thema befasst. Sie sind nach seinen Angaben der Meinung, dass die Stadt die Baulast für die Straße, die über die Brücke führt vom Landkreis übernehmen soll.

Diese Übernahme hat der Landkreis zur Bedingung seiner Beteiligung am Ausbau gemacht. Das Problem: Hinter der Innkanalbrücke liegt die Bahnunterführung, deren Sanierung in den nächsten Jahren anstehen könnte und an der sich der Baulastträger der Straße beteiligen muss.

Jetzt scheint eine Lösung gefunden worden zu sein, die der Stadt die Übernahme der Straße ermöglicht, ohne ihr allein das finanzielle Risiko aufzubürden. Zu den Details der Einigung mit dem Landkreis äußerte sich Bürgermeister Knoblauch aber nicht. Er verwies auf die ausstehenden Diskussionen im Kreistag, denen er nicht vorgreifen wolle. Die Kreisgremien tagen in dieser Woche.

Aus Ausschusskreisen in Mühldorf wurde allerdings bekannt, dass der Landkreis offensichtlich bereit ist, sich 25 Jahre lang an den Kosten einer möglichen Sanierung der Eisenbahnunterführung zu beteiligen. Bislang wollte der Landkreis diese Zeitspanne auf zehn Jahre begrenzen. Damit hätte das finanzielle Risiko für eine Sanierung nach Einschätzung von Fachleuten allein bei der Stadt als neuer Besitzerin der Straße gelegen, weil der Umbau der Unterführung wohl erst nach diesem Zeitraum fällig geworden wäre.

Knoblauch hofft, dass Stadt, Landkreis und der Betreiber des Innkanals, das österreichische Unternehmen Verbund, schnell zu einer Einigung kommen. Dann kann nach Knoblauchs Angaben der Bau der neuen Kanalbrücke im kommenden Jahr beginnen und vor dem Weihnachtsgeschäft 2013 abgeschlossen sein.

hon/Mühldorfer Anzeiger

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