Mühldorferinnen entwickeln Boxenstrategie

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Ein Boxenstopp will strategisch geplant sein. Veronika Lägel (links) und Melanie Veigl haben dafür ein Computerprogramm ge- schrieben.

München - Eigentlich ist ja Motorsport nicht so interessant für Mädchen. Aber zwei Mühldorferinnen beweisen das Gegenteil. Sie entwickelten den idealen Boxenstopp für die Formel 1.

Seit heute kämpfen 90 bayerische Jungforscher in München um die Qualifizierung für den Bun- deswettbewerb von Jugend forscht. Mit dabei sind die Mühldorferinnen Melanie Veigl (20) und Veronika Lägel (19). Sie haben ein Computerprogramm entwickelt, mit dessen Hilfe der ideale Boxenstopp bei einem Formel-1-Rennen berechnet werden kann. Die Flugzeughalle des Deutschen Museums in München ist seit heute Schauplatz für den wichtigsten Nachwuchsforscherwettbewerb in Bayern.

90 junge Wissenschaftler stellen in sieben Fachgebieten ihre Projekte vor. Im Fach Mathematik/Informatik bewerben sich die Auszubildenden Melanie Veigl (Kubus Software) und Veronika Lägel (Sparkasse Altötting-Mühldorf) um den Landessieg. Die beiden Oberbayerinnen haben in ihrer Freizeit ein Computerprogramm entwickelt, das Formel-1-Rennfahrern helfen soll, mit der richtigen Boxenstopp-Strategie den Sieg davon zu tragen.

Dabei berücksichtigen die beiden Mühldorferinnen sowohl die Daten der verschiedenen Formel-1- Rennstrecken, als auch aktuelle Informationen aus den Fahrzeugen. Mit Angaben zu Gewicht, Verbrauch und Geschwindigkeit sowie der Position der anderen Rennwagen lässt sich berechnen, wann im Rennverlauf das Risiko für einen Platzverlust am geringsten und gleichzeitig die Möglichkeit zur freien Fahrt nach einem Tankstopp am größten ist.

Die Arbeit von Melanie Veigl und Veronika Lägel, sowie die Projekte der anderen jugendlichen Forscher können bis zum 25. März 2010, im Deutschen Museum in München angeschaut werden. An diesem Tag werden die Siegerprojekte mit einem Festakt im Beisein des bayerischen Staatsministers für Unterricht und Kultus, Dr. Ludwig Spaenle, geehrt. Organisiert und finanziert wird der diesjährige Landeswettbewerb von der Wacker Chemie AG, München. Das Unternehmen übernimmt zum siebten Mal die Patenschaft des Wettbewerbs.

Über Jugend forscht

Der Wettbewerb Jugend forscht (kurz: Jufo) ist der größte europäische Jugendwettbewerb im Bereich Naturwissenschaften und Tech- nik, der besonders Leistungen und Begabungen in diesen Bereichen fördert. Im Jahr 2010 feiert der 1965 vom damaligen Stern- Chefredakteur Henri Nannen initiierte Wettbewerb sein 45-jähriges Jubiläum. Veranstalter des alljährlich stattfindenden Wettbewerbs „Jugend forscht“ ist die Stiftung Jugend forscht e.V.

Die Ausrichtung der einzelnen Regional- und Landeswettbewerbe erfolgt zusammen mit Patenunternehmen, der Bundeswettbewerb wird jährlich wech- selnd bei einem der Patenunternehmen ausgetragen. Der Landes- wettbewerb Jugend forscht Bayern findet vom 22. bis 25. März 2010 im Deutschen Museum in München statt. Patenunternehmen ist in diesem Jahr die Wacker Chemie AG. Weiterführende Informationen über den Landeswettbewerb Jugend forscht Bayern finden Sie unter www.jugend-forscht-bayern.de.

Pressemeldung Jugend forscht

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