"Jetzt ist der Bund in der Pflicht"

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"Das Haus der Begegnung lebt", Bayerns Sozialstaatssekretär Sackmann (Mitte) informiert sich über die Angebote des Mehrgenerationenhauses zusammen mit Landrat Georg Huber (links), Kultusstaatssekretär Dr. Marcel Huber (Zweiter von rechts) und Mitarbeitern und Freunden des Mehrgenerationenhauses bei Leiterin Marianne Zollner (rechts).

Mühldorf - Die Seniorenpolitik der Städte und Gemeinden prägte einen ganzen Tag in Mühldorf. Dabei besuchte Sozialstaatssekretär Markus Sackmann das Haus der Begegnung. Geld hatte er nicht dabei.

"Gut gerüstet in die Zukunft - wie gestalten bayerische Kommunen eine moderne Seniorenpolitik" war das Thema, dass am Freitag die Zukunft von Senioren und die Aufgaben der Landkreise und Kommunen beleuchtete. Bei einer Podiumsdiskussion betonte Staatssekretär Sackmann, das der Umgang mit der älteren Generation über die Lebensqualität in den Städten und Gemeinden entscheiden werde (siehe Bericht auf der nächsten Seite).

Zuvor hatte er das Haus der Begegnung in Mühldorf besucht und dabei die Vorhaben kennengelernt, die Jung und Alt zusammenführen sollen. Und mehr über die konkreten Wünsche von Senioren in Mühldorf erfahren. "Wir Älteren wünschen uns unbedingt einen Lebensmittelmarkt am Stadtplatz - und dass es mit dem Haus der Begegnung so gut weiter geht wie bisher. Wir sind sehr zufrieden mit den vielen Angeboten und fühlen uns hier geborgen", sagte die über 90-jährige Gretl Anders, eine der Gründerinnen des Hauses der Begegnung.

Aktivsenioren berichteten über das Progamm "Schüler für Schüler". Das Projekt zur Hausaufgabenbetreuung und Integration sorge nicht zuletzt für mehr soziale Kompetenz auf beiden Seiten. Der "Mobile Familienservice MOFA", bei dem 35 Frauen Senioren im Alltag helfen, wurde ebenso vorgestellt, wie der beliebte Seniorenclub mit dem Fahrdienst im "Generationenmobil" des Hauses der Begegnung. Und auch das Projekt "Wunsch-Oma" fand große Zustimmung bei Bayerns Sozialstaatssekretär.

Junge Teilnehmer am Projekt "Annamirl, Zuckaschnürl", dem Schüler-Senioren-Besuchsdienst, brachten zum Ausdruck, was die Mitarbeit im Mehrgenerationenhaus so wertvoll macht: "Es ist wirklich schön, Älteren zu helfen. Man hat einfach ein gutes Gefühl, wenn man die Freude der Senioren spürt", sagte eine Teilnehmerin

Dass das Haus der Begegnung vielen Menschen aller Altersgruppen Hilfe zur Lebensgestaltung gebe und die Lebensqualität in Mühldorf damit entscheidend verbessere, merkte Staatssekretär Sackmann positiv an. "Den guten Geist des Hauses spürt man schon beim Reinkommen", sagte er. Mühldorf sei unter den Mehrgenerationenhäusern ein "herausragendes" und könne stolz darauf sein - Er gab zu, dass auf das Haus Finanzierungsprobleme zu kommen könnten. "Die Anschlussfinanzierung ist sehr wichtig. Jetzt ist der Bund in der Pflicht, die Vorzeigeprojekte des Familienministeriums nicht hängen zu lassen."

eig/Mühldorfer-Anzeiger

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