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Coronalage im Landkreis Mühldorf

Inzidenz im Landkreis Mühldorf über 250 Punkte runter - Warum das kein Grund zur Freude ist

Corona-Zahlen in Mühldorf
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Corona-Zahlen in Mühldorf

Weiterhin gibt es für die Verantwortlichen im Landkreis Mühldorf keine Erklärung, warum die Corona-Lage angespannt bleibt, während deutschlandweit die Zahlen sinken. Daran ändert auch ein plötzlicher Rückgang am Freitag, 25. Februar, nichts.

Mühldorf – Drastisch gesunken ist der Corona-Inzidenzwert im Landkreis Mühldorf am Freitag, 25. Februar. Das Robert-Koch-Institut meldete am morgen nur noch 1771 Fälle auf 100.000 Einwohner. Am Tag zuvor waren es noch 2032. Auch die Zahl der Neuinfektionen ist demnach zurückgegangen, das RKI meldete 152 neue Fälle

Kein Grund zur Freude

Freude mag darüber aber nicht aufkommen. Denn als Grund dafür nennt das Landratsamt keine Entspannung, sondern fehlende Befunde eines Labors durch einen technischen Fehler.

+++ Aktuelle Artikel und Nachrichten finden Sie in unserem Dossier zur Corona-Pandemie +++

Damit bleibt es dabei: Seit jetzt knapp 14 Tagen liegt der Inzidenzwert im Landkreis stets über 2000, eine Tendenz nach unten gibt es also nicht.

Wie in Nachbarlandkreisen auch

Dr. Benedikt Steingruber, der Leiter des Gesundheitsamts, bestätigt das: „Die Fallzahlen bewegen sich nach wie vor auf einem hohen Niveau“, sagt er und verweist auf Nachbarlandkreise. „Damit unterscheidet sich der Landkreis nicht signifikant zu anderen in der Region.“

Keine Erklärung für hohe Werte

Eine Erklärung dafür hat Steingruber nicht. „Es gibt keine größeren Ausbrüche. Das Infektionsgeschehen ist diffus über den Landkreis verteilt. Wir verzeichnen viele Infektionen bei Kindern und Jugendlichen.“

Nach seiner Ansicht hat der Landkreis kaum Möglichkeiten gegenzusteuern. Es gehe vielmehr darum, gefährdete Menschen zu schützen. „Wir konzentrieren uns auf die vulnerablen Einrichtungen wie Kliniken, Heime, Schulen und Kindergärten. Ansonsten appellieren wir an die Eigenverantwortung und mahnen zur Vorsicht.“

Bald 30.000 Infizierte: Es wird nicht mehr lange dauern, dann war jeder dritte Landkreisbürger mit Corona infiziert. 115.000 Menschen leben an Inn und Isen, 29.711 trugen das Virus bislang bereits in sich.

Die Bereitschaft, sich zum Eigen- und Fremdschutz impfen zu lassen, hat zuletzt aber wieder nachgelassen. „Wie in anderen Regionen auch ist die Nachfrage nach Impfungen in den vergangenen Wochen spürbar zurückgegangen“, sagt Alexander Fendt, Leiter des Impfzentrums Mühldorf.

„Diesem Trend begegnen wir mit weiteren niederschwelligen Angeboten wie zum Beispiel Familienimpftagen oder der gezielten Unterstützung von Alten- heimen sowie Einrichtungen für Menschen mit Behinderung.“

Hoffnung auf Novavax

Hoffnung setzt Fendt in den Totimpfstoff Novavax, der in den nächsten Tagen im Impfzentrum verabreicht wird. „Wir hoffen, dass sich dann bisher ungeimpfte Personen von einer Impfung mit dem Proteinimpfstoff überzeugen lassen.“

Gesundheitsamtschef Steingruber rät weiter zur Vorsicht und zur Einschränkung von Kontakten.

Für Landrat Max Heimerl wäre angesichts der Lage im Landkreis die Abschaffung aller Corona-Maßnahmen falsch. Er verweist auf die weiterhin hohe Belastung der Kliniken. Ein Zurückfahren der Infektionsschutzmaßnahmen sei erst dann sinnvoll, wenn ein stabiler Abfall der Hospitalisierung, Intensivbelegung und Personalausfälle zu verzeichnen ist. „Aber diese Entspannung ist leider noch nicht eingetreten.“

Klinik stark belegt

Die Zahl der mit Corona infizierten Patienten in den Kliniken ist leicht rückläufig, sie lag gestern bei 39. Sechs von ihnen liegen auf der Intensivstation, vier werden beatmet. Die Hospitalisierung beträgt im Landkreis Mühldorf trotzdem weiter hohe 20,6, in Altötting 11,6.

Bringt Novavax die Wende? Nach guten Booster-Start, fällt die Impfquote insgesamt wieder zurück.

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