Viel Geld für Kinder und Alte

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Richtfest in der städtischen Kinderkrippe: Ab September sollen dort 24 Kinder bis drei Jahren betreut werden. Der 600 000 teure Bau ist mit Kinderwagenstellplatz, Schlafräumen und Spielplatz so konzipiert, dass er den Kleinsten gerecht werden soll. Im Hintergrund ist der neue Waldorfkindergarten zu sehen. Mit den diesjährigen Investitionen in die Kinderbetreuung ist das Engagement der Stadt auf diesem Sektor noch nicht beendet, betonte Bürgermeister Knoblauch beim Richtfest. Der Bau weiterer Kindergärten und -krippen wird notwenig.

Mühldorf - Vor allem für Alte und Junge wird heuer Geld ausgegeben. In den Bau des Altenheims und Kinderbetreuungseinrichtungen steckt Mühldorf fast ein Fünftel seiner Investitionen.

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Die ersten Mauern stehen: In Mühldorf-Nord bei St. Pius und im neuen Wohngebiet in Mühldorf-Süd entstehen derzeit Kinderbetreuungseinrichtungen. Auch wenn die Stadt nicht in allen Fällen Träger der Einrichtung ist, unterstützt oder finanziert sie den Bau mit mehr als einer Million Euro für die Kinderkrippe St. Pius, die städtische Kinderkrippe in der Oderstraße und in einen Zuschuss zum Waldorfkindergarten.

Nach übereinstimmender Ansicht aller Stadtratsfraktionen fördert die Stadt damit die Kinderfreundlichkeit, die sich, wie Marianne Zollner (SPD) während der Haushaltsberatungen betonte positiv auf die Wirtschaft auswirken kann. Schließlich zählen Schul- und Kinderbetreuungsangebote zu den sogenannten weichen Standortfaktoren.

Mit den Millionen in die Kinderbetreuung sind die Zahlungen der Stadt für den Mühldorfer Süden noch nicht erledigt. Allein die Erschließung des neuen Wohngebiets mit Straßen und Kanal kostet 1,4 Millionen Euro, die allerdings über Erschließungsbeiträge und Gebühren in den nächsten Jahren zurück in die Kassen der Stadt fließen sollen oder bereits geflossen sind.

Für alte Menschen steht in den kommenden Jahren der Neubau des Altenheims in der Stadt zusammen mit der Caritas an, es soll 13 Millionen Euro kosten. Im städtischen Haushalt 2012 schlägt es sich mit fast 1,2 Millionen Euro nieder. So hoch ist der städtische Zuschuss zur Städtebauförderung für den Bau, dass sind 40 Prozent der Gesamtförderung. Dazu ist die Stadt über die Heilig-Geist-Spitalstiftung nach Angaben Bürgermeister Günther Knoblauchs mit 2,4 Millionen Euro am Bau beteiligt. Dafür erhält sie ein Belegungsrecht. Die Summe, so Knoblauch, wird allerdings nicht in einem Zug fällig sondern über 20 Jahre verteilt, so dass die Spitalstiftung jährlich 130.000 Euro aufbringen muss.

Weitere größere Maßnahmen sind der Ausbau der Bischof-von-Ketteler-Straße (60.0000 Euro), der Erwerb von Gewerbegrundstücken (900.000 Euro) und Wohngrundstücken (200.000 Euro). 100.000 Euro kostet der Kauf von Grundstücken für das Ökokonto der Stadt. Eine Kapitalerhöhung der Stadtbau schlägt mit 700.000 Euro zu Buche, für ein neues Feuerwehrauto sind 195.000 Euro fällig.

Eines der wichtigsten Verkehrsvorhaben in der Stadt ist der Neubau der Innkanalbrücke zur Kapellenstraße. Sie wird gemeinsam vom Landkreis, dem Kraftwerksbetreiber Verbund und der Stadt finanziert. Die Stadt beteiligt sich mit 300.000 Euro.

Trotz einer Gesamtinvestitionssumme von 11, 6 Millionen Euro bleiben viele Wünsche offen: Weder ein Steg über den Innkanal noch eine Fußgänger- und Radlerunterführung an der Hartgasse stehen im Investitionsplan 2012. Auch für den notwendigen Bau einer Brücke im Zuge des zweigleisigen Ausbaus der Bahn ist derzeit kein Geld vorgesehen.

hon/Mühldorfer Anzeiger

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