Schülerzeitung „Innfloh“ verteidigt Titel

+
Die erfolgreichen „Innflöhe“ mit Spiegel-Chefredakteur Mascolo: Mona Steininger, Katia Baierlein, Corinna Huber und Can Aktaran (von links).

Mühldorf - Dem „Innfloh“ ist der Hattrick gelungen: Die Schülerzeitung des Ruperti- Gymnasiums ist Gesamtsieger des Spiegel-Schülerzeitungswettbewerbs 2011 – zum dritten Mal in Folge.

Ein wenig überraschend kam der erneute Gewinn für die „Innflöhe“, denn seit dem Vorjahr sind viele führenden Redaktionsmitglieder und Preisträger ausgeschieden, neue und unerfahrenere rückten nach. Doch auch denen gelang unter Leitung ihrer Chefredakteurin Corinna Huber ein Heft, das die Jury des Magazins „Der Spiegel“ als beste Schülerzeitung Deutschlands prämierte. Damit hat der „Innfloh“ zum dritten Mal in Folge den Gesamtsieg errungen, das ist in den 15 Jahren des Wettbewerbs noch keiner anderen Zeitung gelungen. Der Preis ist mit 1000 Euro und einer Reportagereise dotiert. Die Jury begründete ihre Entscheidung bei der Preisverleihung am Montagabend in Hamburg damit, dass die

Redaktion „ein überzeugendes Heft mit tollen Beiträgen zu teilweise schwierigen Themen auf beeindruckende Art und Weise umgesetzt“ habe. Mit vier Platzierungen in den Top Ten, unter anderem in den Kategorien Heftinhalt, Layout und beste Reportage, lag der „Innfloh“ vorn. Fünf Redaktionsmitglieder fahren nun auf eine Reportage-Reise nach Israel. Mit etwas Abstand folgten auf dem zweiten Rang „Der Spargel“, dicht gefolgt von der Schülerzeitung „Wooling“. Chefredakteurin Corinna Huber (17) begründete den Erfolg ihrer Zeitung. „Wir sind nicht nur Kollegen, sondern auch Freunde“, sagte sie Spiegel-Chefredakteur Georg Mascolo. „Wir haben Zeit für die Schülerzeitung, aber keine Zeit für die Schule!“ Auf seiner Homepage listet der „Innfloh“ inzwischen 37 Preise auf, darunter auch einen Sonderpreis für Kontinuität in Qualität, Originalität und Courage. „Wer in Deutschland Schülerzeitung macht, der kommt am Innfloh wohl nicht vorbei“, sagte Spiegel-Chef Mascolo. „Vielleicht ein Trost für die Mitbewerber: Im Umfeld der Jury munkelt man, es sei in diesem Jahr knapper knapper gewesen.“

Die ersten drei Plätze für die beste Reportage belegten junge Frauen und Mädchen, Siegerin wurde Huber mit: „Zeit der Stille", einer Reportage aus dem Kloster Zangberg. Auch in der Kategorie Layout ging der erste Preis an die Mühldorfer Zeitung, Can Aktaran nahm den Preis entgegen. Die Jury lobte die großen Bilder, freigestelte Porträts und die „abwechslungsreiche und kleinteilige“ Gestaltung, die an „Pop-Art“ erinnere.

hon/Mühldorfer Anzeiger

Zurück zur Übersicht: Region Mühldorf

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser