Änderung des Schulsprengels

Heldenstein – Zu einer Informationsveranstaltung bezüglich der beantragten Schulsprengeländerung hatte der CSU-Ortsverband ins Gasthaus Hönninger in Weidenbach eingeladen.

Video aus dem Archiv

Er stehe absolut hinter der Initiative der Gemeinde Rattenkirchen, den Schulsprengel dahingehend zu ändern, dass deren Grundschüler die Grundschule in Heldenstein besuchen können. Vor allem sei es aber Sache der Rattenkirchener, wo deren Kinder die Schule besuchen sollen, sagte Helmut Kirmeier. Etwas überrascht, so Kirmeier sei er daher, wie das Thema in Obertaufkirchen behandelt wird. Er habe beispielsweise kein Verständnis dafür, dass der Eindruck erweckt werde, in Obertaufkirchen könne das Dorf oder die Grundschule sterben. Bei den durchaus vergleichbaren Schülerzahlen in den Gemeinden Heldenstein und Obertaufkirchen, sah er in beiden Gemeinden auch ohne die Schüler aus Rattenkirchen den Bestand der Schule als gesichert an. Bei den in der Öffentlichkeit dargestellten Investitionen in das Obertaufkirchner Schulgebäude handelt es sich nach Informationen Kirmeiers vorwiegend um energetische Sanierungen, die aus dem Konjunkturpaket II finanziert wurden.

Rattenkirchens Bürgermeister Rupert Aigner machte zu Beginn deutlich, dass es seiner Meinung nach Sache der Gemeinde Rattenkirchen sei, wo deren Grundschüler zur Schule gehen. Schließlich würde sich Rattenkirchen auch nicht in die Belange der Obertaufkirchner einmischen. Der noch bestehende Schulsprengel sei ein künstliches Gebilde, bei dem die Rattenkirchner Kinder offenbar nur Füllmaterial für die Grundschule Obertaufkirchen seien.

Seit 1984 sei das Thema Schulsprengel mindestens einmal jährlich in Rattenkirchen zur Sprache gekommen, so Aigner. Aus Rücksichtnahme habe man dann erst im Jahr 2003 erstmalig den Antrag auf Änderung des Schulsprengels gestellt. Nach dem ersten Jahr seiner Amtszeit habe er damals aber keine Unterstützung bei den Entscheidungsträgern gefunden, sagte Aigner. Da derzeit die Schullandschaft ohnehin in Bewegung ist, sei für ihn jetzt aber der Zeitpunkt zur Sprengeländerung gekommen. Auch im Hinblick auf die Hauptschule sei eine Änderung geboten. Es mache schließlich keinen Sinn, dass Rattenkirchner Schüler künftig nach Buchbach fahren müssen, um dann von dort aus zweimal die Woche nach Ampfing gebracht zu werden.

Mehr dazu lesen Sie am Mittwoch im Mühldorfer Anzeiger.

Rubriklistenbild: © pa

Zurück zur Übersicht: Region Mühldorf

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser