Warteliste

Impfstoff-Engpass auch im Landkreis Mühldorf und 18 neue Covid-19-Fälle am Schlachthof

Senioren über 80 Jahre sind angeschrieben worden, sie sind die Ersten, die sich impfen lassen können. Allerdings lässt der Impfstoff auf sich warten, die telefonischen Anmeldungen wurden gestoppt.
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Senioren über 80 Jahre sind angeschrieben worden, sie sind die Ersten, die sich impfen lassen können. Allerdings lässt der Impfstoff auf sich warten, die telefonischen Anmeldungen wurden gestoppt.

Die Impfungen bis 3. Januar sind gesichert, aber 2.500 Personen stehen im Landkreis Mühldorf auf der Warteliste. Landrat Max Heimerl bittet um Geduld, zeigt sich aber auch enttäuscht über den schleppend anlaufenden Impfstart.

Mühldorf – Das ist ein herber Dämpfer für die Impfbemühungen im Landkreis Mühldorf: Nach Informationen des Bayerischen Gesundheitsministeriums steht für Bayern in der ersten Kalenderwoche des Jahres 2021 kein Impfstoff gegen Covid-19 zur Verfügung. Das trifft auch den Landkreis Mühldorf. Die für die zweite Kalenderwoche vorgesehene Impfstofflieferung soll jedoch auf den 8. Januar vorgezogen werden, wie die Pressestelle des Landratsamtes in Mühldorf mitteilt.


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Noch bis Sonntag Termine im Altenheime und Impfzentrum

Da die weiteren Impfstofflieferungen derzeit nicht garantiert sind, muss nach Angaben des Landratsamtes auch das Impfzentrum im Landkreis Mühldorf kurzfristig reagieren und die angelaufenen Impfungen vorübergehend wieder stoppen. Die bis 3. Januar vereinbarten Impftermine in den Altenheimen und im Impfzentrum finden jedoch wie geplant statt, betont die Behörde.

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Überrascht und enttäuscht zugleich

Landrat Max Heimerl ist nicht gerade glücklich über diese Nachrichten: „Wir haben gewusst, dass besonders zu Beginn nicht Impfstoff für alle zur Verfügung steht, aber dass der Impfstart jetzt so schleppend anläuft, ist auch für uns überraschend und enttäuschend.“

2500 Personen auf der Warteliste

Da die Zuteilung auch in den darauffolgenden Wochen nicht wie angekündigt erfolgen wird, muss nach Angaben des Landratsamtes nun auch die Möglichkeit einer telefonischen Anmeldung am Impfzentrum vorläufig gestoppt werden, da schon jetzt über 2.500 Personen auf der Warteliste stehen. Diese Personen werden vom BRK – sobald sicher ist, wann genau wieder Impfstoff zur Verfügung steht – benachrichtigt und vorrangig terminiert.

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Landrat Max Heimerl mahnt Disziplin an

Ab voraussichtlich Mitte Januar stellt dann der Freistaat über die zentrale Software zusätzlich auch ein Modul zur Online-Anmeldung zur Verfügung, heißt es dazu weiter aus dem Landratsamt. „Wir bedauern diese Entwicklung sehr, weil wir uns bestens auf die Impfungen vorbereitet haben und bitten weiterhin um Geduld und Disziplin“, so Landrat Heimerl.

Sieben-Tage-Inzidenz bleibt relativ stabil

Die Sieben-Tage-Inzidenz war im Landkreis Mühldorf vor dem Jahreswechsel relativ stabil geblieben, stieg von 155,35 auf 159,66, nachdem seit der letzten Statusmeldung vom Mittwoch weitere 53 neue bestätigte Corona-Fälle gemeldet wurden. Im Fokus: Erneut der Schlachthof in Waldkraiburg, wo zehn Mitarbeiter positiv auf das Corona-Virus getestet wurden.

Reihentestung fördert acht weitere positive Mitarbeiter zu Tage

Daraufhin wurde eine Reihentestung veranlasst, die acht weitere positiv getestete Mitarbeiter ergab. Insgesamt meldete das Landratsamt am Freitagvormittag 20 bestätigte Fälle, inklusive der Schlachthofmitarbeiter. Das Gesundheitsamt ermittelt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Sieben-Tage-Inzidenz fällt auf 152,76

Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf 301 aktive Fälle. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Freitagmorgen bei 152,76.

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