Hubschrauber sichtet Yvonne!

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Zangberg – Yvonne narrt weiterhin die Tierschützer. Immerhin hatte der Hubschraubereinsatz jetzt Erfolg: Yvonne wurde am Waldesrand gesichtet! Fangen ließ sie sich aber nicht.

Yvonnes Sohn - Friesi - soll nun richten, was der Ochse Ernst nicht geschafft hat.

Es gibt ein Lebenszeichen von Yvonne. Die Hubschraubercrew, die seit Samstag im Auftrag von Gut Aiderbichl mit einer Wärmebildkamera nach der entlaufenen Kuh sucht, hat Yvonne heute nacht gesichtet:  "Zunächst konnten wir Yvonne nicht finden. Dann, stand sie plötzlich am Waldrand, sagt Dieter Ehrengruber (34), der Geschäftsführer von Gut Aiderbichl, der den spontanen Hubschrauber-Einsatz initiierte. Beide, Dieter und der Pilot, konnten sie sehen. Aber es ging alles sehr schnell. Sie blickte nach oben, drehte um und verschwand wieder im Wald. Zu kurz, um ein Foto zu machen. Aber jetzt wissen wir, dass sie lebt und dass sie nach wie vor flink und sehr intelligent reagiert. Jetzt heißt es Ruhe zu bewahren und den Ort vorläufig geheim zu halten. Yvonne darf nicht erschreckt werden. Denn mit jedem Mal wird sie klüger. Mit einem Hubschrauber-Einsatz allerdings hatte sie nicht gerechnet. Das schreiben die Tierschützer von Gut Aiderbichl auf ihrer Homepage.

"Auch am Samstag habe ich sie noch gesehen, doch seit Sonntag nicht mehr“, berichtete Aiderbichler Hans Wintersteller. Ochse „Ernstl“ konnte die Kuh, die ein Reh sein will, aber noch nicht in die Arme der Tierschützer locken. Kuh Yvonne ist auch nach 84 Tagen in Freiheit, nicht zu fangen.

Neueste Taktik: Stierkalb „Friesi“, ein Sohn von Yvonne soll die verirrte Mutterkuh anlocken. Gut Aiderbichl hat ihn in Österreich ausfindig gemacht, gekauft und hält in derzeit noch in Aiderbichl, „es muss eine gewisse Quarantäne-Frist verstreichen, bevor wir Friesi nach Zangberg holen dürfen“, klärt Hans Wintersteller auf. "Friesi soll morgen nach Zangberg gebracht werden.

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Wie irrsinnig die Jagd nach der flüchtigen Kuh mittlerweile geworden ist, zeigt die Tatsache, dass die Bildzeitung am Samstag 10 000 Euro Belohnung angesetzt hat, sollte ein Hinweis zum Lebendfang der Kuh beitragen. Die große Kuhjagd ist in Zangberg trotz dieser Belohnung im Moment aber ausgeblieben. Eine Mitarbeiterin von innsalzach24 berichtet von gähnende Leere im Wald: "Weder Mensch noch Tier lässt sich sehen." Skurill sind auch die Plakate, die ein bislang Unbekannter entlang des Waldstücks, in dem sich Yvonne aufhält, aufgehängt hat. „Wenn noch wer der Kuh nachrennt, sorg ich dafür, dass Mühldorf brennt“, heißt es auf einem der Transparente. Wintersteller hat die Plakate kopfschüttelnd entsorgt, immer noch guter Dinge, dass die Kuh in den nächsten Tagen endlich eingefangen werden kann.

Der Stier, der eigentlich ein Ochs war, konnte Yvonne nicht aus der Reserve locken:

Ankunft von Ochse Ernst in Zangberg

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