Höherer Zuschuss für die Stadt

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Eine kräftige Spritze für den städtischen Haushalt gibt es heuer von den Stadtwerken. Der Gewinn von mehr als 340000 Euro fließt an die Stadt.

Mühldorf - Die Stadtwerke haben im vergangenen Jahr einen Gewinn von 343.000 Euro erwirtschaftet. Damit lief das Jahr 2011 deutlich besser als das Vorjahr.

2010 machten die Stadtwerke nach Angaben ihres Geschäftsführer Stephan Rösner nur gut 125000 Euro Gewinn.

Der Gewinn kommt dem städtischen Haushalt zugute, allerdings erst nach Abzug der Körperschaftssteuer, die etwa 50 Prozent beträgt. In ihre eigene Kapitalrücklage können die Stadtwerke 152000 Euro überweisen. Die Bilanzsumme 2011 betrug 15,5 Millionen Euro und damit fast eine Million mehr als im Jahr davor.

Obwohl der Stromverkauf, früher wichtigster Gewinnbringer der Stadtwerke, mit etwa 900000 Euro Minus zu Buche schlug, konnten die Stadtwerke durch ihre Beteiligungen an der Evis und der 100-prozentigen Tochter "Kommunale Netz AG" schwarze Zahlen schreiben. Auf der Negativseite finden sich auch die Innfähre mit 16000 Euro und die beiden Schwimmbäder mit 820000 Euro Verlusten.

Rösner machte vor allem Firmen mit "unseriösen Preisen" für den harten Kampf an den Strommärkten und die sinkenden Gewinne verantwortlich. In der Gesamtschau aber stünden die Stadtwerke auf der leicht positiven Seite, da sie Gewinne vor allem aus dem Betrieb des Netzes erwirtschaften konnten. Aufgrund von EU-Gesetzen mussten sich Stadtwerke und die Tochter Evis von von ihren Strom- und Gasnetzen trennen. Beide brachten die Stadtwerke in eine eigene Gesellschaft ein, die ihnen zu 100 Prozent gehört.

Noch in diesem Sommer soll der neue Hochbehälter ans Netz gehen, für den die Stadtwerke 1,8 Millionen Euro investiert haben. Neben den stets laufenden Investitionen in den Ausbau des Stromnetzes zur Abnahme von Fotovoltaikanlagen und in die Sanierung von Wasserleitungen in den nächsten Jahren könnte den Stadtwerken ein Großporjekt ins Haus stehen: das Hallenbad. Derzeit ermittelt das Unternehmen, ob die dringend notwendige Sanierung sinnvoll oder ob ein Neubau der bessere Weg für das Hallenbad ist. Dabei spielen auch städteplanerische Überlegungen eine Rolle: Sollte das Hallenbad aus der Innenstadt verschwinden, könnten an seinem heutigen Standort zusätzlich Parkplätze entstehen.

Die Stadtwerke beschäftigen derzeit 67 Mitarbeiter und sechs Auszubildende.

hon/Mühldorfer Anzeiger

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