Hochschulkooperation ausbauen

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Mühldorf - Das regionale Bildungsprojekt „Lernen vor Ort“ des Landkreises Mühldorf möchte das Netzwerk zwischen Wirtschaft und Wissenschaft weiter ausbauen, formen und gestalten.

Auf Wunsch der Industriegemeinschaft Waldkraiburg (IGW), des Industrie- und Wirtschaftsverbunds Mühldorf (IVM) sowie weiteren einzelnen Unternehmen informierten im Sitzungssaal des Mühldorfer Landratsamts die Hochschulen Rosenheim und Landshut über die Weiterbildungs-Möglichkeiten von Firmen-Mitarbeitern und akademische Qualifizierung in einem dualen Studium.

Dies soll nach dem Willen von Wirtschaft und Hochschulen im Rahmen einer Hochschulkooperation weiter ausgebaut werden. "Damit binden wir Fachkräfte an die Region und erhöhen zugleich den Akademikeranteil im Landkreis", stellte Landrat Georg Huber heraus. Beide Hochschulen bieten Modelle eines berufsbegleitenden, auf die Region zugeschnittenen akademischen Bildungsangebote an. Ziel dieser Kooperation ist, dass Hochschulen Angebote vor Ort machen, die Erleichterung der akademischen Weiterbildung, und die Arbeitnehmer können ortsnah erste Studienerfahrungen sammeln.

Professor Heinrich Köster, Präsident der Hochschule Rosenheim, sieht den Landkreis Mühlorf auf einem guten Weg, diese Kooperationen voran zu bringen. Er stellte seine Hochschule vor und verwies auf die vielfältigen Möglichkeiten der Masterstudiengänge und der Angebote für ein Bachelor Studium. Diese Studiengänge sind Angebote eines dualen Studiengangs, die mit vertieften Praxisanteilen ausgestattet sind.Christina Fremut von der Hochschule Rosenheim stellte die Verzahnung von Lehre und Studium den Wirtschaftsvertretern vor. "Die Unternehmen erhalten leistungsmotivierte, disziplinierte und zielgerichtete Absolventen, die sich stark mit den Unternehmen verbunden fühlen und können den Bedarf an erfolgreichen Fach- und Führungskräften selbst decken", erklärte Fremut.

Diplom-Kaufmann Marc Bicker stellte die Hochschule in Landshut vor, die ebenfalls attraktive Duale-Angebote hat. Sein Schwerpunkt war aber der Leichtbau-Cluster, der in der Hochschule in Landshut einen hohen Stellenwert hat. Er warb dafür, die Technik und die Verbindungen in diesem Bereich zu nutzen und Mitglied zu werden.

Die erste konkrete Zusammenarbeit zwischen der heimischen Wirtschaft und der Hochschule Rosenheim präsentierte Anton Steinberger, Geschäftsführer der Handwerkskammer.

Das erste Modul dieser Zusammenarbeit wird am 25. Februar gestartet und beschäftigt sich mit dem Auftragsmanagement. Verantwortlicher Dozent ist Professor Alfons Rimmele von der Hochschule in Rosenheim. Sämtliche Angebote des "Netzwerks für angewandtes Management (NAM)" werden im Seminar- und Medienhaus "Netzwerk" in Töging angeboten. Weitere NAM-Module sind bereits in Vorbereitung: "Führungskompetenz, Energetische Gebäudesanierung, Internationales Marketing, Finance und Cotrolling sowie Intercultural Exchange".

"Für mittelständische Betriebe aus Handwerk und Industrie führt die Globalisierung zu einem stetig wachsenden Kostendruck. Um darauf zu reagieren, ist es unumgänglich, sämtliche gewerblichen Prozesse der Wertschöpfungskette optimal abzustimmen, zu planen und zu kontrollieren, vom Zulieferer bis hin zum Endverbraucher", stellte Steinberger heraus,

Zuständiger Ansprechpartner für das Projekt Hochschulkooperation bei "Lernen vor Ort" ist Andreas Ortner, Telefon 0 86 31/ 69 95 06, andreas.ortner@lra-mue.de.

sb/Mühldorfer Anzeiger

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Region Mühldorf

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser