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Schön in XXL: "Miss Rubensengel"

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Von Null auf Drei: Theresa Hinterecker eroberte bei der Miss XXL-Wahl das Treppchen. Dabei hat die Mühldorferin vorher nie gemodelt.

Mühldorf - Nur kräftige Frauen zählen: Die Mühldorferin Theresa Hinterecker wurde Dritte bei Deutschlands XXL-Miss-Wahl "Miss Rubensengel". 

Der beste Beweis dafür, dass auch normal- und übergewichtige Frauen Mode ansprechend auf den Laufstegen präsentieren können, ist die Mühldorferin Theresa Hinterecker. Bei einer Misswahl speziell für Frauen, die nicht der gängigen Gewichts-Norm entsprechen, wurde die 18-Jährige Dritte gegen mehr als 1500 Bewerberinnen aus ganz Deutschland. Wer sich dem Wettbewerb zur "Miss Rubensengel 2010" stellen wollte, musste mindestens 1,70 Meter groß sein und Kleidergröße 42 haben. Die Wahl zur XXL-Miss Germany fand zum dritten Mal statt.

Dass sie es bis aufs Treppchen schaffen würde, damit hatte sie nicht gerechnet. "Ich wollte einfach mal wissen, wie weit ich kommen würde", sagt Theresa zurückhaltend, fast schüchtern, so, als könne sie es selbst noch kaum glauben. Auf die Schnelle ließ sie Fotos von sich machen, denn weder das geforderte Portrait noch das Ganzkörperfoto hatte sie. Es war nie ihr Traum, zu modeln, sie hatte keine Erfahrung in dieser Richtung. Entsprechend überrascht war Theresa, als sie in die Top 100 gewählt wurde.

Mit ihrem Körper und ihrem Gewicht hat Theresa kein Problem. "Das Schönheitsideal ist dünn, das sieht auch gut aus", sagt sie. "Aber das Wichtigste ist, dass man sich wohlfühlt in seinem Körper und das auch ausstrahlt!" Diese Ausstrahlung zeigte sie in Nürnberg. Etwas vorführen, singen oder tanzen mussten die Frauen und anschließend auf dem Catwalk vor der Jury laufen. Die Jury war begeistert von der Mühldorferin und sicherte ihr direkt einen Platz in den Top 25 zu. "Ich war so froh, ich musste nicht mehr einen Tag lang zittern wie die anderen Kandidatinnen."

So ging der Wettkampf weiter, ständig begleitet von Fernsehteams. "Die ganze Zeit interviewt zu werden, macht Spaß, aber bei manchen Fragen weißt du echt nicht, was du sagen sollst", erzählt sie. Haltung und Gang der Kandidatinnen wurden perfektionert. Auch diese Hürde nahm Theresa und gehörte zu den zehn Besten. Ein Fotoshooting im Brautkleid und eine Modenschau warteten auf sie. "Top zehn war mein geheimes Ziel. Ich wollte unbedingt bei der Modenschau mitlaufen!" Man sieht ihr an, wie sehr sie sich freut. Wie eine Prinzessin habe sie sich gefühlt, als sie im weißen Kleid zusammen mit einem männlichen Model in einem leerstehenden Barockschwimmbad stand und für die Kamera posierte. Sie fühlte sich wohl im Brautkleid.

Abends lief die junge Frau dann vor mehreren hundert Zuschauern in Fürth über den Laufsteg. Der Druck, alles richtig zu machen, sei groß. Aber als sie dann auf dem Laufsteg war, wollte sie nicht mehr herunter.

Festere Frauen können als "Plus Size Model" Karriere machen. Dass diese Branche wächst, darüber freut sich Theresa, sind doch sonst meistens dünne Frauen im Rampenlicht. Wenn sich etwas ergebe, könnte sich die Drittplatzierte schon vorstellen, in Zukunft zu modeln. Auf jeden Fall möchte sie aber in der Modebranche arbeiten. Für die organisatorischen Sachen zuständig sein, schauen, dass alles klappt, mit Models und Klamotten arbeiten, aber hinter den Kulissen, so sieht Theresas Zukunftswunsch aus. Erste Kontakte hat sie bei der Miss-Wahl geknüpft.

Zunächst ist es vorbei mit schminken und frisiert werden. Nach dem Hineinschnuppern ins Modelleben muss Theresa Hinterecker zurück in die Schule, um das Fachabitur zu machen.

ede/Mühldorfer Anzeiger

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