Isen-Wehr bei Heldenstein unterspült

Fatale Folgen für Ökosystem: Altwasser trocknet aus - Fische sterben

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In Folge der Wehrunterspülung der Isen bei Heldenstein liegt ein Altwasserarm fast trocken.

Heldenstein - Am vergangenen Dienstag wurde ein Wehr in Isenmühle unterspült. Der Wasserspiegel der Isen sank umgehend ab. Eine Woche später liegt ein Altwasser beinahe trocken - mit fatalen Folgen für Natur und Lebewesen. 

Ein Wehr in Isenmühle wurde am Dienstag, 14. April, aufgrund eines Bauschadens unterspült, der Rückstau ist entsprechend abgesunken. Paul Geisenhofer, Behördenleiter vom Wasserwirtschaftsamt Rosenheim, erklärte auf Nachfrage von innsalzach24.de: „Das Wehr hat die Aufgabe, die Isen aufzustauen – und dieser Aufstau ist nun weg“.


Eine Woche nach der Unterspülung liegt nun ein Altwasser der Isen zwischen Edmühle und Moosmühle fast trocken. Schon am Wochenende wurde durch die Freiwillige Feuerwehr mit Zuhilfenahme von Notstromaggregate und schweren Pumpen ein wenig Wasser aus der Isen in den Seitenarm gefördert.

Ein besorgter Helfer vor Ort berichtet, dass bereits "sehr viele Wasserpflanzen vertrocknet sind und erste Fische tot aufgefunden" wurden. Etliche größere Fische, wie Karpfen und Hechte, seien komplett vom Hauptstrom abgeschnitten worden.


Isen-Wehr bei Heldenstein unterspült: Altwasser trocknet aus - Fische sterben

In Folge der Wehrunterspülung der Isen bei Heldenstein liegt ein Altwasserarm fast trocken. © privat
In Folge der Wehrunterspülung der Isen bei Heldenstein liegt ein Altwasserarm fast trocken. © privat
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In Folge der Wehrunterspülung der Isen bei Heldenstein liegt ein Altwasserarm fast trocken. © privat
In Folge der Wehrunterspülung der Isen bei Heldenstein liegt ein Altwasserarm fast trocken. © privat

Auch am Dienstagnachmittag versuchten fleißige Helfer weiteres Unheil zu verhindern. "Es sind auch schon viele, zum Teil geschützte, Wasserpflanzen vertrocknet. Um mehr zu retten, sind die Notstromaggregate, die der Burschenverein und die Feuerwehr freundlicherweise zur Verfügung gestellt haben, zu klein", so ein engagierte Helfer.

Landratsamt Mühldorf erklärte: "Auswirkungen auf die Gewässerökologie minimieren"

Bereits am Freitag, 17. April, hatten sich Behördenvertreter vor Ort begeben, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Ein Steindamm sollte errichtet werden, damit das Wasser wieder so wie ursprünglich in einen Seitenarm der Isen fließt, und der Wasserstand oberhalb des Wehres wiederhergestellt wird.

Wehr unterspült: Bagger im Einsatz

 © fib/Eß
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Die endgültigen Maßnahmen zur dauerhaften Sicherung des Wasserstandes sollten in den darauffolgenden Tagen in enger Abstimmung zwischen Wasserwirtschaftsamt Rosenheim, Landratsamt und dem Wasser- und Bodenverband Isen II entschieden werden. Das alte Wehr jedenfalls soll abgerissen werden, erklärte Simone Kopf vom Landratsamt Mühldorf am vergangenen Freitag.

mz

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