Bau von Kreisverkehr soll dort Unfallschwerpunkt entschärfen

Auch Geh- und Radweg bei Haigerloh nun beschlossene Sache

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So soll der Kreisverkehr nach den Planungen des Landratsamtes einmal aussehen.
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Heldenstein - Der Gemeinderat beschloss in seiner jüngsten Sitzung einstimmig die Errichtung eines Geh- und Radwegs als Teil des geplanten Kreisverkehrs an der Kreuzung von MÜ25 und MÜ13 bei Haigerloh.

"Die Kosten für den Geh- und Radweg werden sich auf insgesamt etwa 130.000 Euro belaufen", erläuterte Gemeinde-Geschäftsführer Heinz Gattermann im Gespräch mit innsalzach24.de, "Die Baumaßnahme wird aber Fördergelder erhalten, dadurch werden die Kosten für die Gemeinde letztlich nur etwa 75.000 Euro betragen." Bereits vor etwa einem Jahr, Mitte Juli 2018, beschloss der Kreistag einstimmig, den Unfallschwerpunkt bei Haigerloh zu entschärfen. Der Bau des Kreisverkehrs und die anfallenden Kosten von etwa 990.000 Euro übernimmt der Landkreis. Die Errichtung des Radwegs entlang der MÜ13 in Richtung Waldkraiburg bis zur Einmündung Howaschen übernimmt dagegen die Gemeinde Heldenstein in eigener Zuständigkeit.

Bisher nur zeitweise Einschränkung der Unfälle erreicht

Der Unfallschwerpunkt an der Kreuzung der beiden Kreisstraßen hatte die Behörden eine Weile beschäftigt. Zuvor waren zur Abhilfe seitens der Kreisverwaltung eine Reihe verschiedener Maßnahmen angeordnet und umgesetzt worden: 2006 wurden Sichthindernisse aufgebaut, 2009 eine Linksabbiegespur errichtet und die Beschilderung ergänzt, 2016 wurde eine Hecke zur Sichteinschränkung gepflanzt und 2017 eine Vorwegweiser errichtet. 

"Trotzdem konnte das Unfallaufkommen nur zeitweise gesenkt werden", berichtete Thomas Bumberger, Abteilungsleiter für Hoch- und Tiefbau im Landratsamt dem Kreistag auf der Sitzung im vergangenen Jahr. In den Jahren 2015 bis 2018 ereigneten sich insgesamt zehn Unfälle an der Kreuzungsstelle. Insgesamt waren in den letzten drei Jahren vier schwer- und elf leichtverletzte Personen zu beklagen. Alle Unfälle waren tagsüber und immer ein Autofahrer Verursacher. "Da fahren die Leute damische Geschwindigkeiten", bemerkte Landrat Georg Huber (CSU). "Gemäß den Kriterien für Unfallschwerpunkte auf Landstraßen an Knotenpunkten ergibt sich für den Zeitraum 2016 bis 2018 eine Häufungsstelle", erklärte Bumberger. Daher wurde von der Unfallkommission des Landkreises zur dauerhaften Entschärfung ein Kreisverkehr gefordert.

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