Hackschnitzelwärme für die Schule

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Oberbergkirchen - Das Grundschulgebäude und die Turnhalle in Oberbergkirchen werden künftig an die Nahwärmeversorgung einer privaten Hackschnitzelheizung angeschlossen.

Dies beschloss der Gemeinderat neben anderen Punkten in seiner ersten Sitzung im neuen Jahr.

Weg vom Öl und hin zu regenerativem Heizmaterial kann die Gemeinde künftig bei der Heizung des Schulhaues und der Turnhalle wechseln. Dies ist durch einen Anschluss der beiden Gebäude an das geplante Fernwärmenetz und die Hackschnitzelheizung in der Hofmark möglich. Bürgermeister Michael Hausperger führte dazu aus, dass Mario Schmid für sein Anwesen in der Hofmark und für weitere Anwesen in der Johann-Fischer-Straße wie auch für die Schule und Sporthalle eine Nahwärmeversorgung aufbauen möchte.

Das Netz würde sich aber nur dann rechnen, wenn die Schule als Großabnehmer hinzukomme. Angedacht ist, die Ölheizung der Schule als Spitzenlastkessel zu übernehmen.

Mario Schmid erläuterte den Gemeinderatsmitgliedern die technischen Details. Er möchte den Ölkessel in der Schule ablösen und würde im Gegenzug die Umbauarbeiten in der Schule übernehmen. Durch die Hackschnitzelheizung würden an die 30 private Ölheizungen überflüssig. Die Vorlauftemperatur wird voraussichtlich bis zu 80 Grad betragen, könnte aber bei entsprechenden Minustemperaturen noch etwas erhöht werden.

Ein Energieverlust von etwa fünf Prozent im Leitungsnetz würde durch die effektiver arbeitende große Kesselanlage wieder hereingeholt werden. Mario Schmid trat Befürchtungen von Rauch- und Geruchsbelastungen entgegen. Die Anlage laufe das ganze Jahr und sei so gut wie emissionsfrei.

Es müsste eine Preisgleitklausel vereinbart werden, wobei maximal drei Werte einbezogen werden sollten, nämlich der Hackschnitzelindex, der Strompreisindex und ein Lohnkostenindex.

Als Wärmebezugspreise nannte Mario Schmid eine Grundpauschale von 25 Euro je Kilowatt Wärmeleistung, das wären 2500 Euro für Schule und Turnhalle jährlich und 0,05 Euro je Kilowatt bezogener Wärmeenergie. Der einmalige Baukostenzuschuss beträgt 10.000 Euro. 

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Dienstagsausgabe des Mühldorfer Anzeigers.

Rubriklistenbild: © pa

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