„Haben die Krise gut überstanden"

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Mühldorf - Bürgermeister Günther Knoblauch hat in der letzten Finanzausschuss-Sitzung die Jahresrechnung 2009 vorgelegt. Die Stadt Mühldorf hat die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise gemeistert.

Das Haushaltsvolumen sank im Verwaltungs- und Vermögenshaushalt um 2,4 Millionen Euro auf rund 39 Millionen Euro. Im Haushaltsplan 2009 waren noch rund 41 Millionen Euro eingeplant gewesen. „Wir haben die Krise gut überstanden. Andere Kommunen wären froh, wenn sie diese Zahlen aufweisen könnten“, erklärte Knoblauch.

Er untermauerte seine Aussagen mit den Haushaltszahlen. Das Ergebnis des Verwaltungshaushaltes hat eine Zuführung zum Vermögenshaushalt in Höhe von 300 000 Euro ermöglicht. Im Haushaltsplan waren nur 60 000 Euro vorgesehen. Die eingeplante Kreditaufnahme in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro konnte auf 630 000 Euro verringert werden. Die von der Stadt vorgesehene Entnahme aus der allgemeinen Rücklage in Höhe von 900 000 Euro wurde nicht in Anspruch genommen. Stattdessen hat Kämmerer Thomas Greß der allgemeinen Rücklage einen Betrag von rund 490 000 Euro zuführen können.

Der Verwaltungshaushalt verringerte sich um 140 000 Euro auf 31,5 Millionen Euro. Um 2,5 Millionen Euro sank der Vermögenshaushalt der Stadt auf 7,4 Millionen Euro. Der Schuldenstand der Stadt Mühldorf beträgt 21,6 Millionen Euro. „Ich bin sehr froh, diese Zahlen vorlegen zu können. An die um 240 000 Euro höhere Zuführung zum Vermögenshaushalt hätte vor einem Jahr niemand geglaubt“, erklärte der Bürgermeister.

„Das Ergebnis ist besser als im Plan, doch wir haben die Mindestzuführung vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt nicht erreicht“, sag- te CSU-Fraktionsvorsitzende Ilse Preisinger-Sontag. Stadtrat Max Oelmaier betonte, dass die Überarbeitung des Haushaltsplans durch den Stadtrat „etwas gebracht habe“. Kritisch merkte er an, dass durch die Reduzierung im Vermögenshaushalt die Investitionstätigkeit der Stadt eingeschränkt werde. „Wir haben um 2,5 Millionen Euro weniger investiert, was nicht das Ziel in der Zukunft sein wird. Ich sehe noch ein Einsparpotenzial von rund einer Million Euro. Insgesamt können wir feststellen, dass wir mit einem blauen Auge davongekommen sind“, betonte Oelmaier.

Dr. Georg Gafus unterstützte die Aussagen seines Kollegen Max Oelmaier. Auch er sieht ein Problem in der geringen Investitionstätigkeit der Stadt: „Wir müssen aufpassen, dass es keinen Investitionsstau in der Zukunft gibt.“

Stadtrat Kurt Bimsberger bezeichnete das Ergebnis als „zufriedenstellend“. Auch er sieht in der Reduzierung des Investitionsvolumens ein Problem. Bimsberger kritisierte die inneren Verrechnungen der Stadt und forderte eine detailllierte Rechungslegung. Er sprach auch die Verschuldu ung an. „Wir haben einen Haushalt der kleinen Schritte, was der momentanen Gesamtwirtschaftslage enttspricht“, betonte Bimsberger. Stadtrat Raiiner Schratt sieht die Weichen als gestellt. „Meinen Respekt für diese Leistung bei dieser Jahresrechnung.“

sb/Mühldorfer-Anzeiger

Rubriklistenbild: © dpa

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