Der gute Wille allein reicht nicht

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Die Bahnstrecke zwischen Paris und Budapest als Vision: Ein Foto von der Internetseite der Magistrale zeigt den Verlauf der transeuopäischen Strecke und der elektrisch betriebenen Lokomotiven, die auf ihr unterwegs sein könnten.

Mühldorf - Der Ausbau der Bahnstrecke zwischen Paris und Budapest über Mühldorf ist Thema einer hochkarätig besetzten Konferenz im Haberkasten.

Dabei wird es vor allem darum gehen, die wirtschatliche Bedeutung der Region und die Notwendigkeit des Bahnausbaus deutlich zu machen.

Die Hauptversammlung der Initiative „Magistrale für Europa“, die den Ausbau zwischen Paris und Budapest vorantreiben will, ist für Mühldorfs Bürgermeister Günther Knoblauch die Gelegenheit, die Region in europäischer Perspektive in den Blick zu nehmen. „Unser Ziel ist es zu zeigen, wie wichtig der Bahnausbau in unserem Bereich ist.“

EU-Beauftragter Balázs.

Nach der Ansicht von Landrat Georg Huber werde sich die weitere Entwicklung der Stadt München im Osten vollziehen. "Damit wir für diese Entwicklung gerüstet sind, brauchen wir die Magistrale, die den zweigleisigen Ausbau der Bahn über München, Mühldorf bis Bratislava vorsieht." Für Huber steht und fällt die Entwicklung der Region und ihrer Unternehmen, Aus- und Arbeitsplätzen mit der schnellen Verbesserung der Infrastruktur. "Diese Veranstaltung mit ihrer hochkarätigen Besetzung gibt uns die Möglichkeit, auf den zweigleisigen Ausbau hinzuweisen und unsere Anliegen weiterzuverfolgen."

Adressaten dieser Bemühung werden hochrangige Wirtschaftsvertreter wie der Aufsichtratsvorsitzende der Bahn AG, Professor Utz-Hellmuth Felcht, oder der Wackerchemie, Dr. Rudolf Staudigl, sein. Dazu die Verkehrsminister Dr. Peter Ramsauer (CSU) und Martin Zeil (FDP), ein Vertreter des österreichischen Verkehrsministerium, und Professor Péter Balázs, der den Ausbau der Strecke für die Europäische Union koordiniert.

Konkrete Ergebnisse, die den Ausbau betreffen, sind von einer solchen Konferenz nicht zu erwarten und so geht es vor allem um Lobbyarbeit, wie es Knoblauch nennt. Zugleich betont er: "Ich sehe mit Bedauern, dass wir von Absichtserklärungen leben. Mir geht das alles zu brav, es gibt nichts Konkretes." Seit 2005, als im Mühldorfer Rathaus die Finanzierungsvereinbarung für den Ausbau bis Ampfing unterschrieben worden sei, habe es keine Verträge mehr gegeben. "Wir werden sehr stark einfordern, dass es mehr als Absichtserklärungen gibt."

Gleichzeitig dürfe der Ausbau nicht mit den Arbeiten Richtung Tüßling beendet sein, auch wenn dann die wichtigsten Bedürfnisse der Industrie befriedigt seien. "Der Ausbau Richtung München ist für unsere Pendler entscheidend, das dürfen wir nicht vergessen."

Die Tagung findet an zwei Orten statt. Nach dem Auftakt am Montag, 28. Februar, in Mühldorfer geht sie nachmittags und am nächsten Tag in Burghausen weiter. Für Knoblauch eine Möglichkeit darzustellen, dass nicht nur eine Stadt am Bahnausbau hängt, sondern eine ganze Region. "Wir wollen vor Ort zeigen: So schaut es aus, damit die Zeit der Versprechungen endlich vorbei ist."

hon/sb/Mühldorfer Anzeiger

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