Gemeinderat stellte jedoch verschiedene Bedingungen

Grünes Licht für Freiflächenanlage

Oberneukirchen (ma) - Die jüngste Gemeinderatssitzung stand im Zeichen der geplanten Freiflächen-Fotovoltaikanlage des Kieswerks Neudecker.

Das geforderte Gutachten über den Artenschutz sei positiv ausgefallen, so die Verwaltung. So habe das Landratsamt das Bauvorhaben bereits genehmigt, da es sich um eine vorbelastete Fläche (rekultivierte Kiesgrube) handele.

Der Gemeinderat setzte aber verschiedene Bedingungen voraus, die nun im Bebauungsplan festgelegt werden müssen. So fordert das Gremium, dass das Gewerbe in der Gemeinde Oberneukirchen gemeldet sein müsse und die Zufahrtsstraße vor Baubeginn neu geteert werde. Außerdem soll die Oberflächenentwässerung neu reguliert werden, damit die Anlieger der benachbarten Grundstücke nicht belastet werden. Ebenfalls forderten die Räte einen Sichtschutz und einen Erdwall zum Schutz des Hangwassers neben der Zufahrtsstraße.

Gemeinderat Alois Steiglechner forderte zudem eine Sicherheit zum Rückbau der Anlage, sollte die Firma Insolvenz anmelden müssen. Dazu ist eine Bankbürgschaft erforderlich.

Gemeinderat Rupert Staudhammer war der Ansicht, dass im Falle einer Genehmigung des Antrags bestimmt weitere folgen würden.

Dazu versprach Gemeinderat Gerhard Wittmann: "Jeder weitere Antrag wird eine Einzelentscheidung werden!"

Zu dem Bauvorhaben meldeten sich auch die Anlieger Hans und Elisabeth Maier-Bernhart zu Wort. Sie zeigten sich kritisch gegenüber dem Bauvorhaben, da behördliche Auflagen und Vereinbarungen mit dem Kieswerk Neudecker in den vergangenen Jahren nur selten eingehalten worden seien. Die Familie habe bisher immer nur Schwierigkeiten und könne nicht glauben, dass dies besser werden würde.

Bürgermeister Franz Steiglechner vertrat die Ansicht, dass die Situation der Anlieger mit den festgelegten Auflagen im Bebauungsplan nur besser werden könne, die Einhaltungen könnten von der Gemeinde überprüft und kontrolliert werden, bevor der Antragsteller mit dem Bau der Anlage überhaupt beginnen könne.

Außerdem forderte der Gemeinderat eine dauerhafte Gewährleistung der genannten Bedingungen und eine eventuelle Ortsbegehung. Abschließend lautete der einstimmige Beschluss, dass der Antragsteller bereits in der nächsten Gemeinderatssitzung einen Entwurf des Bebauungs- und Flächennutzungsplans persönlich vorlegen solle, um noch unklare Details sofort besprechen zu können. fim

Rubriklistenbild: © dpa

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