Grüne wollen Feierstunde etablieren

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Bei einer Feier auf dem KZ-Friedhof wollen die Grünen der Opfer der Nazidiktatur gedenken.

Mühldorf - Die Grünen veranstalten erstmals am bundesweiten Gedenktag für die Opfer des Natzionalsozialismus eine Gedenkfeier am KZ-Friedhof in Mühldorf.

Orts- und Kreisverband greifen nach Angaben von Kreisvorsitzendem Rainer Stöger eine Anregung des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog auf, der die Gedenkfeier 1996 eingeführt hat.

Stöger wies darauf hin, dass eine solche Gedenkfeier schon früher von den Grünen diskutiert und jetzt in die Tat umgesetzt worden sei. Obwohl es bereits zwei Gedenktage am 28. April am Bunkergelände und am 8. Mai in Neumarkt-St. Veit gebe, sei es den Grünen wichtig, auch den 27. Januar "in einer angemessenen und würdigen Form" zu begehen, erklärt Mühldorfs Ortsvorsitzender Bernhard Wagner. Er sprach von einem "Vakuum", weil es in Mühldorf keine Feier zu dem Gedenktag gebe. Die Grünen wollen den Gedenktag nicht als Parteiveranstaltung verstanden haben und hoffen, dass "die Feier dieses Gedenktags künftig auch von anderen Gruppen und Parteien mitgetragen werden kann". Heuer haben sie allerdings weder die Stadt noch den Verein "Für das Erinnern" eingebunden, der seit vielen Jahren die Gedenkfeiern im ehemaligen KZ-Außenlager veranstaltet.

Die Gedenkfeier am Freitag, 27. Januar, beginnt um 19 Uhr auf dem KZ-Friedhof an der Ahamer Straße.

hon/Mühldorfer Anzeiger

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