Große Schritte in die Zukunft

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Aus einem Workshop heraus entstand das 45-minütige Stück "Das Gastmahl" (unter anderem mit Madelaine Frick und Berit Koppert), das der Kulturschupp'n am 9. und 16. März auf seiner Probenbühne in der Mühlenstraße aufführt.

Mühldorf - Der Kulturschupp'n steckt bereits mitten in den Vorbereitungen für sein neues Sommerstück "Viel Lärm in Frixing". Vor dem ersten Vorhang gibt es aber noch eine Premiere!

Bevor aber am 20. Juli der erste Vorhang im Haberkasten-Innenhof fällt, steht noch eine andere Premiere an: zum ersten Mal wird die neue Heimat in der Mühlenstraße zum öffentlichen Spielort.

Bis es allerdings soweit ist, kommt auf die Kulturschupp'n-Vorsitzende Magdalena Eckmans noch jede Menge Arbeit zu: "Die Auflagen, die wir alleine in Sachen Brandschutz für diese beiden Termine erfüllen müssen, sind enorm." Doch die Idee, die Probenbühne in der Mühlenstraße auch als kleinen, aber feinen Spielort zu nutzen, ist eben zu verlockend. "Für manche Aufführungen wäre das schlicht ideal", sagt auch Regisseur Christopher Luber. Schon aus logistischer Sicht: Kein großer Umzug in den Haberkasten mehr, keine schwierigen Terminabsprachen, dazu sämtliche Proben auf der Bühne, auf der dann auch gespielt wird.

Im Herbst fand vor Freunden des Kulturschupp'n bereits ein erster Testlauf statt. Mit Erfolg: "Eine schöne Geschichte war das", erinnert sich Eckmans. Aus einem Workshop heraus hat sich die Gelegenheit für die Sondervorstellung ergeben: Auf dem Programm stand "Das Gastmahl", eine Adaption in zwei Akten an Anton Tschechows Komödie "Der Kirschgarten".

Nun steht dieses Stück für zwei weitere, diesmal öffentliche Vorstellungen auf dem Spielplan: am 9. und 16. März wird es in der Mühlenstraße zu sehen sein. 70 Besucher fasst das Probentheater, das derzeit brandschutztechnisch für die beiden Termine fit gemacht wird. Spieldauer: 45 Minuten.

Deutlich länger wird das neue Sommerstück im Haberkasten-Innenhof dauern, das am Freitag, 20. Juli, Premiere feiert. Dabei versetzt der Kulturschupp'n unter der Regie Lubers die Goldoni-Komödie "Viel Lärm in Chiozza" aus dem Venedig des Jahres 1762 in die nahe Zukunft Mühldorfs. Ein neuer Ansatz nach den historisch geprägten Aufführungen "Mühldorfer Hex", "Aenus" und "Landrichter Ruhland".

"Es ist ein Spiel um Streit und Versöhnung", erklärt Christopher Luber. "Mit vielen schönen Szenen, italienischen Schlagern aus den 60er-Jahren und entsprechenden Kostümen. Aber es handelt eben von der Zukunft." Neben der Premiere sind vier weitere Aufführungen geplant: am 21. und 22. Juli sowie am 28. und 29. Juli.

Zwischen den zahlreichen Probenterminen und der umfangreichen Nachwuchsarbeit richten Eckmans und Luber aber bereits jetzt den Blick ins kommende Jahr: Dann steht nicht nur der 20. Geburtstag des Vereins auf dem Programm, sondern auch ein "Tag der offenen Tür" in der Mühlenstraße. "Bis dahin sollte dann eine dauerhafte Genehmigung als Spielstätte vorliegen", sagt Eckmans. "Das wäre ein weiterer, großer Schritt für uns."

Außerdem sei es an der Zeit, den Mühldorfern endlich einmal zu zeigen, was "wir hier in den vergangenen beiden Jahren schon alles gestemmt haben, auch wenn man die unzähligen Arbeitsstunden nur erahnen kann."

ha/Mühldorfer Anzeiger

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