Gemeinde organisiert Graffiti-Aktion an der Lärmschutzwand beim Jahnstadion

Das Grau weicht der Farbe

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Ganz so einfach wird die Lärmschutzwand nächste Woche nicht bemalt, wie dies Rudolf Huber (links) und Rainer Stöger hier machen. Es gibt dafür eigens ein Konzept.

Ampfing - Mit der hoch aufragenden Lärmschutzwand schneidet die Bahnlinie den Ort Ampfing in zwei Teile. Doch das Grau der Mauer soll schon bald einem bunten Farbenmix weichen:

Zumindest auf einem Teilabschnitt von 150 Metern wird dies der Fall sein. Denn nächste Woche bemalen Graffiti-Sprayer die Lärmschutzwand auf Höhe des Jahnwegs - ganz legal.

Obwohl der Gemeinderat die Wand von Anfang an als Graffiti-Fläche ausgeschrieben hat, gab es erst diese Woche endgültig grünes Licht von der Deutschen Bahn. Mit dem Ampfinger Graffiti-Künstler Rudolf Huber hat die Gemeinde ein Gesamtkonzept erarbeitet.

Beim Anblick der noch unbemalten Wand kommt der Künstler ins Schwärmen. Denn nur selten hat man die Gelegenheit, auf etwa 600 Quadratmetern ein Kunstwerk umsetzen, das legal ist und nicht schon im nächsten Moment von einem anderen Sprayer übermalt wird. "Das ist super", sagt er voller Vorfreude.

"Graffiti ist keine Schmiererei. Es ist Kunst", sagt Jugendreferent Rainer Stöger. Die Veranstaltung "Farbfieber" soll zeigen, was mit Graffiti alles möglich ist. Zugleich will die Gemeinde den Künstlern Raum bieten.

Unter dem Motto "Weißblaue Gschichtn" setzen 53 Graffiti-Künstler aus Deutschland, Schweiz und Frankreich den Entwurf von Rudolf Huber um. Grundelement ist ein weiß-blaues Rautenmuster, auf dem in der Mitte eine große Figur prangen soll. Zwischen den Schriftzügen und der Figur flitzen kleine Aloisiusse durchs Bild, welche die Atmosphäre auflockern sollen.

Dem Projekt vorausgegangen war ein Workshop beim Ferienprogramm der Gemeinde. Und auch für das nächste Jahr gibt es schon Pläne. Für nächstes Jahr ist ein Graffiti-Wettbewerb in Planung, bevor die Ampfinger Lärmschutzwand dann in legale Konzept- und "Jedermann"-Bereiche aufgeteilt wird und sich entwickeln darf. Von Freitag, 14. Oktober, bis Sonntag, 16. Oktober, können Interessierte den Sprayern bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Am Samstag und Sonntag ist im alten Jahnstadion die Kunstausstellung "Graffiti ohne Wand" zu sehen. Vernissage ist um 16 Uhr. Am Sonntag ist sie von 11 bis 18 Uhr und am darauffolgenden Wochenende jeweils von 14 bis 18 Uhr zu sehen.

Ein Konzert mit anschließender Party findet am Samstag ab 22 Uhr in der Turnhalle der Grundschule statt. Einlass ist ab 20 Uhr.

hi

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