Glücksfall für Waldorfkindergarten

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Rechts vorn stehen die ersten Mauern der Städtischen Kinderkrippe, im Hintergrund die Wohnblocks der Oderstraße: Harald Ritter deutet auf das Grundstück, auf dem bis zum kommenden Sommer ein neuer Waldorfkindergarten entstehen wird.

Mühldorf - Noch ist das neue Baugebiet in Mühldorf-Süd kaum zu erkennen. Als eines der ersten Gebäude entsteht dort der Waldorfkindergarten.

Als Glücksfall für den Waldorfkindergarten bezeichnet Harald Ritter die Möglichkeit im Süden der Stadt neu zu bauen. Ab dem kommenden Sommer sollen dort 54 Kinder spielen und lernen können. Noch ist von dem Haus nicht viel zu sehen, von der benachbarten städtischen Kinderkrippe stehen immerhin schon die Grundmauern.

In den nächsten Tagen soll die Bodenplatte erstellt werden, erzählt Ritter, der im Bauteam des Waldorf-Vereins ist. Für den ist der Bau nicht nur von der Planung her ein großes Vorhaben. Voraussichtlich deutlich mehr als 300.000 Euro des knapp eine Millionen Euro teuren Neubaus muss der Kindergartenverein tragen; den Rest in etwa gleicher Höhe steuern Stadt und Regierung von Oberbayern bei. Dazu kommen die Kosten für die Erbpachtzahlungen an die Stadt, der das Grundstück gehört. Der Kindergartenverein finanziert sich nach Angaben Ritters aus Kindergartenbeiträgen, Mitgliedsbeiträgen und Spenden.

Trotz der hohen Belastung für den Verein sagt Ritter: "Wenn man es derzeit nicht riskiert, ist es ein Fehler." Denn die hohen Zuschüsse der Regierung sind für ihn die große Chance, den Neubau bezahlen zu können. "Aber es bleibt eine große Entscheidung und ein großer Schnitt."

Der Gewinn für den Kindergarten, in dem auch sieben Plätze für behinderte Kinder vorgesehen sind, ist groß. Die derzeitigen Räume gegenüber der AOK sind für einen Kindergarten nicht optimal. Und die für Waldorf-Pädagogik so wichtige Nähe zur Natur und zum Wald ist in Mühldorf-Süd noch besser gegeben als an der Töginger Straße. "Die Kindergartenleitung arbeitet eng mit den Architekten zusammen. So eine durchdachte Planung wie bei uns habe ich noch nie erlebt", schwärmt Ritter. Das Ergebnis soll vor allem den Kindern zugute kommen, deren Eltern sich für die Waldorf-Pädagogik entschieden haben. "Es ist faszinierend zu sehen, wie mit den Kindern umgegangen wird und wie sie miteinander umgehen", schwärmt Ritter. "Sie nehmen sehr viel für ihr Leben mit." Das könne der Neubau fördern.

Schon ab Mitte Juni des kommenden Jahres sollen davon Kinder profitieren, denn der Bau wird sehr schnell und als ökologisches Fertighaus erstellt. Damit sind die öffentlichen Einrichtungen im neuen Wohngebiet südlich der Oderstraße fertig, bevor die ersten Häuser stehen. Waldorf-Kindergarten und städtische Kinderkrippe bieten nach Ansicht Ritters die notwendige Infrastuktur, die junge Familien brauchen, die sich in dem neuen Wohngebiet niederlassen sollen.

hon/Mühldorfer Anzeiger

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