Gleisbruch: falscher Alarm

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Die Arbeiten zum Umbau am Bahnsteig eins des Mühldorfer Bahnhofs haben begonnen. Der Bahnsteig ist deshalb bis Mitte Dezember gesperrt. Größere Behinderungen mussten Pendler allerdings am Montag miterleben, als ein Schienestück Richtung München mitten im Berufsverkehr brach.

Mühldorf - Grund für die Verspätung vieler Pendler Richtung München am Montagmorgen war ein angeblicher Gleisbruch zwischen Hörlkofen und Thann-Matzbach. Die Meldung stellte sich schließlich als falsch heraus.

Eine Baufirma, die mit einem Wartungszug auf der Strecke unterwegs war, meldete den Gleisbruch um 5.30 Uhr. "Daraufhin haben wir sofort die Strecke gesperrt", erklärte Christoph Kraller, Geschäftsführer der Südostbayernbahn (SOB). Das ist nach seinen Angaben das normale Vorgehen, wenn zum Beispiel Lokführer einen Gleisbruch feststellen.

Ein sofort los geschickter Instandhaltungstrupp der SOB suchte den Abschnitt zwischen Hörlkofen und Thann-Matzbach darauf hin ab, ohne Erfolg: Die SOB-Mitarbeiter konnten keinen Gleisbruch feststellen. Um 6.40 Uhr gab die Bahn den Verkehr wieder frei, bis in den späten Vormittag wirkte sich die Gleissperrung mit Verspätungen aus. Erst am vergangenen Donnerstag gab es im Frühverkehr erhebliche Behinderungen, weil der Brand einer Lokomotive zu massiven Verspätungen führte (wir berichteten).

Derweil hat der weitere Ausbau des Bahnhofs Mühldorf begonnen. Bahnsteig eins direkt vor der Bahnhofshalle wird auf 55 Zentimeter erhöht, um einen stufenlosen Einstieg in die Züge zu ermöglichen. Während des Baus ist das Gleis eins nach Angaben für Fahrgäste und den Zugverkehr gesperrt. Bis zum 11. Dezember sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, die mit rund einer Million Euro veranschlagt sind.

Da wegen des Bahnsteigneubaus auch der Parkplatz westlich des Bahnhofsvorplatzes gesperrt wird, gelten die Monats- und Jahreskarten für diesen Parkplatz auch im Parkdeck der Stadt Mühldorf in der Bischof-von-Ketteler-Straße. Ein Teil der Fahrradständer steht ebenfalls nicht zur Verfügung.

Neben der Erhöhung des 304 Meter langen Bahnsteigs werden auch die Zugangstreppen zur Bahnsteigunterführung mit Hilfe von Zwischenpodesten angepasst. Bis Ende März des kommenden Jahres entstehen auf den Bahnsteigen eins bis vier außerdem 17 Unterstellmöglichkeiten. Die Kosten dafür belaufen sich nach Angaben der Südostbayernbahn auf rund 200.000 Euro.

Den Bahnhof Mühldorf nutzen laut SOB täglich 10.000 Reisende.

hon/Mühldorfer Anzeiger

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