Lärmschutzwand: Gespräch mit Anwohner suchen

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Stadtrat Oskar Rau plädiert für eine Öffnung des Krankenhausberges mit Begegnungsverkehr, um die Friedhofsstraße vom Verkehr zu entlasten. Bürgermeister Günther Knoblauch ist strikt gegen eine Öffnung.

Mühldorf - Der Stadtrat hat nun die Entscheidung über die Lärmschutzwand an der Friedhofsstraße vertagt. Es soll ein weiteres Gespräch mit dem betroffenen Anwohner geführt werden.

In verschiedenen Sitzungen der städtischen Gremien wurden die Überlegungen zur Errichtung einer Lärmschutzwand in der Friedhofsstraße dargestellt. Dies mündete in der Billigung eines Bebauungsplans, der eine Lärmschutzwand in Höhe von 2,70 Metern vorsieht.

Die Prüfung der Verwaltung hat ergeben, dass sonstige baulichen oder verkehrstechnische Maßnahmen, wie ein lärmmindernder Asphaltbelag (Flüsterbelag) oder Stolperschwellen, Straßeneinbauten oder Straßenverengungen zu keiner Lärmreduzierung führen würden. Weitere verkehrsrechtliche Maßnahmen, die vom Landratsamt erst erlassen werden müssten, wären eine Reduzierung der Tonnenbeschränkung von 7,5 auf 3,5 Tonnen. "Dies würde zu erheblichen Verschiebungen des Verkehrs innerhalb der Stadt und zu Belastungen, insbesondere im Bereich des Stadtberges führen", erklärte Bürgermeister Knoblauch.

Der Bau- und Umweltausschuss hat in namentlicher Abstimmung sich mit 5:5 Stimmen mehrheitlich nicht für den Bau ausgesprochen. Nach der Geschäftsordnung der Stadt war der Antrag damit abgelehnt. Bürgermeister Günther Knoblauch machte im Stadtrat deutlich, dass die Stadträte Rupert Rigam und Oskar Stoiber aufgrund ihrer persönlichen Beteiligung nicht mit abstimmen hätten dürfen.

UWG-Fraktionsvorsitzender Markus Saller regte an, ein weiteres Gespräch mit dem betroffenen Anwohner zu führen. Er wie Bürgermeister Knoblauch hoben hervor, dass es nur eine Lösung geben könne, die der Stadt Rechtssicherheit biete.

Alle Fraktionen und die Grünen-Stadtratsmitglieder stimmten dieser Lösung zu. In den nächsten Wochen soll dieses Gespräch mit dem Anwohner, den Vertretern der Stadt und den Fraktionen geführt werden. Erst dann wird sich der Stadtrat erneut mit diesem Thema beschäftigen.

Stadtrat Oskar Rau plädiert dafür, den Verkehr wieder zweispurig über den Krankenhausberg zu führen und so eine Entlastung der Friedhofsstraße zu ermöglichen. Bürgermeister Knoblauch machte vor dem Stadtrat deutlich, dass es mit ihm eine solche Lösung nicht geben werde. Er verwies auf die Patienten im Krankenhaus, die nicht mehr Lärm ausgesetzt werden dürften. "Dies ist auch nicht Grundlage des Gesprächs", stellte der Bürgermeister heraus.

sb/Mühldorfer Anzeiger

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