Georgi-Umritt mit so vielen Rössern wie noch nie

+

Lauterbach - Organisator Michael Gebauer konnte seine Freude nicht zurückhalten: "Ich glaube, einen so langen Umritt hatten wir noch nie."

Es dürften rund 100 Rösser - vom süßen Pony über einen stattlichen Tinker bis zum zugkräftigen Haflingern gewesen sein - die traditionell am Ostermontag durch die Hauptstraße von Lauterbach zogen. Prächtige Gespanne, Edelmänner und -damen hoch zu Ross, Rancher oder einfach nur Hobbyreiter jeglichen Alters  promenierten vor Hunderten Besuchern durch den Heldensteiner Ortsteil, der durch seinen jährlichen Umritt seine Verbundenheit zum Nothelfer Georg bezeugt. Und so durfte auch ein Motivwagen zu Ehren des Heiligen nicht fehlen: 20 Jahre fristete das Drachenmodell der Lauterbacher Feuerwehr auf dem Dachboden des Feuerwehrhauses. Gestern zog der Feuerwehrchef Georg Sax dann höchstpersönlich in der Gestalt des heiligen Georg durch das Dorf.

Georgi-Umritt in Lauterbach

Stärkste Abordnung des Umritts war wieder einmal die Steinberg-Ranch aus Haselbach, die mit 17 Reitern gekommen war. Erstmals mit dabei war diesmal auch eine Abordnung der Brauchtumsfreunde Erharting, die den heiligen Rupert, dessen Todestag auf Ostern fällt, darstellten. Seit 14 Jahren findet der Umritt wieder im Jahresrhythmus statt. Auch wenn der eigentliche Georgi-Tag erst in zehn Tagen stattfindet, hat sich der Termin am Ostermontag als willkommene Abwechslung an den Feiertagen mittlerweile etabliert. Bevor schließlich Pfarrer Martin Ringhof die Segnung der Reiter und Gespanne vornahm, ritt der Geistliche selbst hoch zu Ross durch den Ort und war nach seiner Reiterrunde begeistert von seinem Vierbeiner. "So ein braves Pferd, fast braver als ich", flüsterte der Pfarrherr dem Moderator Michael Gebauer zu.

je/Mühldorfer Anzeiger

Zurück zur Übersicht: Region Mühldorf

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser