Generationswechsel an der Sparkassen-Spitze

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Ein Handschlag auf die Zukunft: Der Vorstandsvorsitzende Herbert Langstein (Zweiter von links) und sein designierter Nachfolger Dr. Stefan Bill (Zweiter von rechts), dazu die Verwaltungsratsmitglieder Georg Huber (rechts) und Erwin Schneider (links).

Mühldorf - Die Sparkasse Altötting-Mühldorf stellt die Weichen für die Zukunft: Zum 31. Dezember 2012 geht der Vorstandsvorsitzende Herbert Langstein in den Ruhestand.

Zu seinem Nachfolger hat der Verwaltungsrat den bisherigen Stellvertreter, Dr. Stefan Bill, bestellt.

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Eine Überraschung ist die Entscheidung nicht. Schon im Fusionsvertrag der Kreissparkassen Mühldorf und Altötting im September 2009 war diese Regelung festgelegt worden. Den frühen Zeitpunkt der Verkündung des anstehenden Generationswechsels an der Spitze - auf den 60-jährigen Herbert Langstein folgt der 39-jährige Dr. Stefan Bill - begründete der stellvertretende Verwaltungsratsvorsitzende, Altöttings Landrat Erwin Schneider, gestern im Rahmen einer Pressekonferenz so: "Das ist vor allem ein Ausdruck dessen, wie zufrieden wir mit der Arbeit des gesamten Vorstands sind." Darüber hinaus soll die Nachricht für klare Verhältnisse bei Mitarbeitern und Kunden sorgen.

Sämtliche Beschlüsse zur Umstrukturierung im Vorstand seien einstimmig gefallen, betonte der Verwaltungsratsvorsitzende Georg Huber. Demnach besetzt zum 1. Januar 2013 Vorstandsmitglied Karl Straßer den Stellvertreterposten. "Mit Bernd Renschler als weiterem Vorstandsmitglied erreicht die Sparkasse mit drei Vorstandsmitgliedern ihre festgelegte Zielbesetzung", erklärte der Mühldorfer Landrat.

Huber stellte außerdem die Verdienste Herbert Langsteins im Zusammenhang mit dem Fusionsprozess heraus: "Er hat in allen Lagen eine hohe Sozialkompetenz, Standfestigkeit und Nerven bewiesen."

Herbert Langstein hat seine Sparkassenkarriere 1969 in Mühldorf mit der Ausbildung zum Bankkaufmann begonnen, stieg 1994 zum Vorstand auf und wurde 2009 schließlich der erste Vorstandsvorsitzende der fusionierten Sparkassen.

Landrat Erwin Schneider bezeichnete den Zusammenschluss als "Musterfusion in Bayern". Zum einen, weil man sie ohne wirtschaftliche Not durchgeführt habe, zum Zweiten, weil sie außergewöhnlich zügig über die Bühne gegangen sei. Und zum Dritten, weil sie nicht nur formal, sondern auch inhaltlich in allen Bereichen vollzogen worden sei.

Sowohl Herbert Langstein als auch Dr. Stefan Bill machten deutlich, dass die Arbeit der Sparkasse Altötting-Mühldorf auch weiterhin auf Nachhaltigkeit ausgelegt werde. "Gerade in der Finanzkrise wollen wir uns als verlässlicher, leistungsstarker Finanzdienstleister positionieren und stets mit der Nase im Wind segeln", erklärte Dr. Stefan Bill.

Eine turnusgemäße Veränderung steht darüber hinaus im Mai im Verwaltungsrat an: Dann wird Landrat Georg Huber den Vorsitz an seinen Altöttinger Kollegen Erwin Schneider abgeben. Die geplante Verschlankung des Verwaltungsrates braucht dagegen noch Zeit. Nach Auskunft von Huber und Schneider soll bis 2020 die Zahl der Ratsmitglieder von derzeit 16 auf acht zurückgefahren werden. Der Verwaltungsrat ist paritätisch nach Landkreisen besetzt, die Mitglieder werden von den jeweiligen Kreistagen gewählt.

ha/Mühldorfer Anzeiger

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