Geldgierige Autohändler verurteilt

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Burgkirchen - Drei Geschäftsführer von Autofirmen in Rosenheim und Burgkirchen wurden wegen diverser Vergehen zu Haftstrafen von drei, sechs und siebeneinhalb Jahren verurteilt.

Das Landgericht München II hat die Autohändler wegen Steuerhinterziehung, Kreditbetrugs und vorsätzlichen Bankrotts verurteilt. Die Männer im Alter von 34 und 51 Jahren hatten vom Finanzamt die Umsatzsteuer kassiert, die Autos aber nur untereinander verschoben.

Die Unternehmen handelten mit hochwertigen Autos. Die Geschäftsführer hatten sich 2008 zusammengeschlossen, um durch falsche Steuererklärungen ihre Einnahmen aufzubessern. Dazu waren zum Schein weitere Unternehmer eingeschaltet und die angeblichen innergemeinschaftlichen Lieferungen nach Österreich von der Umsatzsteuer befreit worden.

Es folgten Zwischenverkäufe zum Schein der Geltendmachung der Umsatzsteuer, aber ohne Steuererklärung an den Fiskus. Zum Schluss kauften die Angeklagten die Fahrzeuge und reichten Umsatzsteuer-Voranmeldungen ein. Auf diese Weise erhielten sie für jeden Wagen 19 Prozent des Kaufpreises vom Finanzamt. Das Umsatzsteuerkarussell drehte sich zwischen 2008 und 2009 - bis die Polizei den Männern auf die Schliche kam. Die beabsichtigte Hinterziehung von weiteren zwei Millionen Euro scheiterte.

Die Angeklagten hatten ihr Betrugssystem bald gestanden. Ihre Motivation war unterschiedlich: Einer der Männer steckte in akuten Finanzschwierigkeiten, ein anderer wollte sich bereichern. Allen war klar, dass sie Unrechtes taten, aber sie hätten "einfach weggeschaut", sagte einer vor Gericht. Er sei dumm und blauäugig gewesen, räumte ein anderer ein.

wal/Oberbayerisches Volksblatt

Rubriklistenbild: © dpa

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