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Gelber Sack oder Gelbe Tonne im Kreis Mühldorf: So diskutiert ihr

Zu wenig Platz für die Tonne vs. Tierisches Argument gegen den Sack

Im kommenden Jahr muss der Kreistag erneut darüber entscheiden, ob es beim Gelben Sack im Kreis Mühldorf am Inn bleibt oder ob beispielsweise eine gelbe Tonne eingeführt wird. Aktuell kann man beim beauftragten Entsorgungsunternehmen schon Tonnen erwerben, um darin Säcke aufzubewahren. Wir haben ausgewertet, welches Meinungsbild sich bei euch dazu abzeichnet.

Landkreis Mühldorf am Inn - „Wir haben schon geraume Zeit eine gelbe Tonne und möchten diese nicht mehr missen! Wenn Wind geht fliegt nichts herum, Tiere machen sich daran nicht zu schaffen, wenn es nach Katzenfutter riecht!“, berichtet Renate W. in einer Zuschrift an die Redaktion. Unter dem Facebook-Post zum Artikel von innsalzach24.de über den Stand der Dinge beim Gelbem Sack und der möglichen Entscheidung für die Tonne im kommenden Jahr wird unterdessen kräftig von unseren Lesern diskutiert. „Gelber Sack, da die gelbe Tonne bei großen Mietshäusern zu gering sein werden und somit mehr im Restmüll landet“, argumentiert dort Anke P. „Dann braucht ihr mehr davon, dann geht das auch“, erwidert Ellen P.. „Dafür ist bei vielen nicht der Platz. Die Papiertonne für alle 50 Wohnungen ist in den ersten Tagen voll und wird alle vier Wochen geleert“, erklärt Anke P. daraufhin.

„Der Gelbe Sack war besser. Tonne haben wir seit zwei Wochen. Die Tonne fliegt noch mehr rum als der Sack und so viel Müll wie Platz hätte, hat eh niemand“, berichtet unterdessen Alexander H., worauf Friedrich K. entgegnet: „Komisch, unsere leeren schwarzen und blauen Tonnen fliegen leer auch nicht rum.“

Gelber Sack oder Gelbe Tonne im Kreis Mühldorf: So diskutiert ihr

Im Jahr 2019 hatte die Mitglieder des Kreistags bei ihrer Entscheidung für den Vergabezeitraum 2020 bis 2023 die Einführung einer Gelben Tonne als mögliche Alternative zum Gelben Sack diskutiert und mehrheitlich abgelehnt. Im kommenden Jahr steht nun die nächste Rahmenentscheidung zur Abfallverwertung der Leichtverpackung für den Zeitraum 2024 bis 2026 auf der Tagesordnung des Kreistags. „Dabei wird es unter anderem erneut um die Frage gehen, ob die flächendeckende Einführung einer Gelben Tonne für die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis sinnvoll erscheint“, berichtete auf Nachfrage unserer Redaktion Wolfgang Haserer, Pressesprecher des Landratsamts Mühldorf am Inn.

„Aus eigener Initiative bietet aktuell die beauftragte Entsorgungsfirma kostenpflichtig den Privathaushalten an, Gelbe Tonnen als Alternative zum Gelben Sack zu erwerben. Diese werden bei der Abhol-Tour berücksichtigt und geleert. Über die aktuelle Nachfrage nach Gelben Tonnen kann nur die Entsorgungsfirma eine Aussage treffen. Grundsätzlich ist der Gelbe Sack aber auch weiterhin kostenlos bei den bekannten Ausgabestellen erhältlich“, schließt Haserer. „Es wurden Gelbe Tonnen verkauft und vermietet wie schon bereits vor 2012. Angaben zu Anzahl und Fehlwurfquoten werden und können wir aktuell nicht geben“, berichtet wiederum ein Sprecher des Unternehmens knapp. Also wollten wir von unseren Lesern wissen, welche Variante sie bevorzugen würden und was ihre Erfahrungen sind.

Klares Meinungsbild in unserer Leserschaft beim Thema Gelber Sack vs. Gelbe Tonne

Stand Donnerstagnachmittag gaben 47,71 Prozent in einer Umfrage auf innsalzach24.de an „Ich habe ‚nur‘ den Gelben Sack, würde mir aber die Tonne wünschen“ und 18,95 Prozent gaben an „Ich habe bereits eine Gelbe Tonne und würde sie weiter nutzen“. 3,27 Prozent antworteten „Ich habe mir eine Tonne geholt, aber es sollte beim Sack bleiben“, 24,84 Prozent wiederum meinten „Es sollte beim Gelben Sack bleiben“ oder sogar „Es braucht eine ganz andere Lösung“. Die eindeutige Mehrheit der Umfrageteilnehmer wünscht sich also die Gelbe Tonne oder hat sich sogar schon eine Tonne besorgt. „Hat sich die Meinung seit der Abstimmung 2019 geändert?“, könnte man sich nun fragen.

Im Vorfeld der Beratung im Mühldorfer Kreistag damals sprachen sich in einer Umfrage im April 2018 etwas mehr als 50 Prozent für die Gelbe Tonne aus. Immerhin etwas mehr als 42 Prozent dagegen befürworteten den Gelben Sack. Fast sieben Prozent dagegen sprachen sich grundsätzlich gegen ein solches System aus.  Manche der aktuellen Argumente erinnern zudem an die Debatte im Kreistag vor drei Jahren. "Gelbe Tonnen mögen vielleicht auf dem Land flächendeckend eine Lösung sein, in einer Stadt wie Waldkraiburg dagegen gibt's zu wenig Platz dafür", mahnte damals Anton Sterr (CSU). Aus der UWG-Fraktion kamen einige Bedenken zur Umsetzbarkeit, wenn die Entsorgerfirma auch Tonnen leeren solle. 

Als eines der Hauptargumente unserer Leser für eine Tonne zeichnet sich unterdessen der Schutz vor Beschädigung der Säcke durch Tiere ab. „Gelbe Tonne! Bei Sturm kannst sie nicht raus stellen, da sie sonst weg fliegen.. Zudem finden Katzen die Säcke auch interessant. Dementsprechend sehen die Straßen oft aus“, berichtet etwa Marie L.. „Nicht nur die Katzen, ich hatte auch schon Igel im gelben Sack“, erzählt Ellen P. und Sigrid N. ergänzt: „Das machen oft die Elstern, hab schon beobachtet, wie sie die Säcke aufreißen.“

hs

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild/Montage)

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