„Es geht was, wenn viele wollen“

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Gut leben, gut arbeiten, gut einkaufen: Moderator Lepping im Gespräch mit Claudia Heinrich.

Mühldorf (MA) – 200 Gäste kamen zur Auftaktveranstaltung der Stadtgespräche in den Stadtsaal. Viele wollen sich an den geplanten Gesprächsrunden beteiligen.

In den nächsten drei Jahren geht es bei den Stadtgesprächen darum, die Marke "Mühldorf" nach innen und außen zu vertreten, betonte Bürgermeister Günther Knoblauch während der Auftaktveranstaltung: "Ich wünsche mir, das alle davon profitieren und sich einbringen. Es wäre schön, wenn jeder seine Fähigkeiten in den Dienst der gemeinsamen Sache stellen würde."

Moderator Thomas Lepping zeigte in seinem Referat auf, welchen Sinn die Stadtgespräche haben. Er bescheinigte der Stadt derzeit auf einem sehr guten Niveau zu stehen. Lepping stellte aber auch heraus, dass in anderen Städten und Kommunen nicht geschlafen werde. "Dieses hohe Niveau zu halten wird nicht einfach sein. Die Marke "Stadt Mühldorf" muss konsequent nach außen und innen vertreten werden. Dies verlangt gemeinsame Anstrengungen. Es geht was, wenn viele wollen."

Die Arbeit bei diesen Gesprächen, die in drei Arbeitskreisen stattfinden wird, soll dabei ehrenamtlich und mit hoher Motivation bewältigt werden. Der Moderator setzt dabei auf Qualität und nicht Quantität. Lepping wünscht sich eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten mit der Politik und Verwaltung. Er sagte aber auch, was die Stadtgespräche nicht sind: "Wir sind kein Wunschkonzert und auch kein Nebenparlament." Die Themenfelder der jetzt folgenden Gespräche teilen sich in die Außendarstellung, die Innenwirkung und die Standortzusammenarbeit auf.

Markus Luzay, Vorsitzender Aktionsgemeinschaft, betonte, dass Mühldorf attraktiv sei, der Status quo aber nicht reichen werde, um diese Attraktivität auf Dauer zu gewährleisten. Er verwies dabei auf die Anstrengungen, die andere Mittelzentren derzeit unternähmen, um ihre Standorte wieder attraktiv zu machen. "Wir haben die Chance, unseren Vorsprung zu halten, wenn wir gemeinsam und konzentriert in den Stadtgesprächen zum Wohl unserer Stadt arbeiten."

Astrid Reber von der Mühldorfer Wirtschaftsförderung untermauerte, dass sich der Einzugsbereich der Stadt Mühldorf in den letzten Jahren stetig erweitert habe. Allein beim Einzelhandelsumsatz konnte sich die Stadt Mühldorf von 158 Millionen Euro im Jahr 1999 auf 221 Millionen Euro im Jahr 2008 steigern. Sie verwies auf den herausgehobenen Dienstleistungsstandort und die hohe Akzeptanz der kulturellen Veranstaltungen und Feste in der Region. Neben einem intakten Wirtschaftsumfeld ist nach ihrer Ansicht auch die Wohnsituation ein wichtiger Standortfaktor.

Claudia Heinrich stellte sich den Fragen von Moderator Thomas Lepping, der wissen wollte warum sie mit ihrer Familie in Mühldorf lebe, einkaufe und wie sie den Gesamteindruck der Stadt sehe. Heinrich hob die hohe Wohn- und Lebensqualität hervor, verwies auf die sehr positive Entwicklung der Stadt in den letzten Jahren und die Verbesserungen, die eingeführt wurden.

Heinrich wünschte einheitliche Öffnungszeiten der Mühldorfer Geschäfte, die Ansiedling eines H&M-Modegeschäfts und die Wiederherstellung des Stadwalls als attraktiven Grüngürtel.

"Wir leben davon, dass die Leute zu uns kommen", sagte Knoblauch. Er berichtete, dass allein zum Mühldorfer Volksfest über 200.000 Besucher gekommen seien. Mühldorf sei die Einkaufs- und Freizeitadresse in der gesamten Region. "Es geht aber nicht darum, dass wir allein die Aktionsgemeinschaft unterstützen, es geht darum, dass Industrie, Handel, Handwerk, Behörden, Vereine und gesellschaftliche Gruppen zu einem gemeinsamen Ganzen zusammengeführt werden."

Die drei Arbeitskreise der Stadtgespräche hatten viel Zuspruch. Nach der Veranstaltung trugen sich rund 70 Personen ein, die sich aktiv an der Arbeit der Arbeitskreise beteiligen wollen. Die ersten Sitzungen der Arbeitskreise finden am 24. und 25. November statt.

Informationen über die Stadtgespräche gibt es bei Astrid Reber unter 08631 / 612205.

sb/Mühldorfer Anzeiger

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