Gefäßmedizin hat neue Struktur

+
Der Chef am OP-Tisch: Dr. Lerch (rechts) hat mit seinen Mitarbeitern die Gefäßmedizin auf breitere Beine gestellt, jetzt wird sie in einem Gefäßzentrum betrieben.

Mühldorf - Das Krankenhaus Mühldorf hat die Gefäßmedizin mit der Weiterentwicklung zu einem Gefäßzentrum auf strukturell neue Beine gestellt.

Durch zahlreiche Kooperationspartner und ein erweitertes Ärzteteam will das Krankenhaus qualitativ hochwertige Behandlung in Wohnortnähe bieten. Medizinisches Zentrum, der Name beinhaltet eine Struktur, die dank zahlreicher Kooperationspartner im Haus und unter niedergelassenen Ärzten, Spezialisten und der ständigen Überprüfung von Abläufen die medizinische Qualität der Behandlung sichert. Diese Struktur hat das Mühldorfer Krankenhaus erreicht und will sie künftig sichtbar machen: "Es geht um die Erkennbarkeit und die Glaubwürdigkeit der Gefäßchirurgie", betonte Dr. Reinhard Lerch, Chefarzt und Leiter des Gefäßzentrums bei der Vorstellung des Zentrums im Mühldorfer Krankenhaus.

Tragende Säulen des Gefäßzentrums: Die Mediziner Stocker, Sander, Lerch und Rauch (von links).

Damit steht die Gefäßchirurgie am Ende der Entwicklung der letzten Jahre. Ursprünglich vor allem von Oberarzt Bernd Sander betrieben, entwickelte sie sich nach und nach zu einem medizinischen Schwerpunkt des Krankenhauses. Sie wird - wie viele andere medizinischen Angebote in Mühldorf auch - interdisziplinär verstanden, wenn Chirurgen und Internisten zusammenarbeiten. Gefäßkrankheiten können deshalb sowohl operativ als auch mikroinversiv behandelt werden. Fachmann dafür ist der Radiologe Dr. Edgar Stocker. Dazu kommt der neue Oberarzt Dr. Wolfgang Rauch. "Die personelle Besetzung sichert eine Rund-um-die-Uhr-Versorgung unserer Patienten", sagt Lerch. Die Struktur des Gefäßzentrums sichere die wohnortnahe Behandlung. "Kein Patient mit hier behandelbaren Krankheiten muss weggeschickt werden."

Zugleich sei die Einrichtung eine Reaktion auf das Patientenverhalten. "Wir haben auf die zunehmende Akzeptanz mit infrastrukturellem Aufbau reagiert." In die Hände spielt den Medizinern neben der Anerkennung ihrer Arbeit durch die Patienten auch die Entwicklung der Altersstruktur der Bevölkerung. Gefäßerkrankungen, so Lerch, werden ein zunehmend größeres Problem.

Das Gefäßzentrum ist nach Lungen- und Darmzentrum der dritte medizinische Bereich, den die Kreiskliniken in dieses Raster gegossen haben. Dazu kommen Schwerpunkte in den Bereichen Schilddrüse, Schlaganfallbehandlung, Kardiologie oder Tumorbehandlung. Nach Angaben von Ärztlichem Direktor Dr. Wolfgang Richter ist die schnelle Fortentwicklung des Krankenhauses Mühldorf auf medizinischem Sektor damit zunächst abgeschlossen. In allen Bereichen werde es aber Weiterentwicklungen geben, betonte er. Eine Zertifizierung hat das neue Gefäßzentrum noch nicht. Sie soll laut Richter aber erreicht werden.

hon/Mühldorfer Anzeiger

Zurück zur Übersicht: Region Mühldorf

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser