Frauen sollen selbstbewusster auftreten können

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Ilse Preisinger-Sontag

Mühldorf - Am 29. und 30 Oktober entscheidet Bayerns CSU, ob sie eine 40-Prozent-Quote für Frauen in allen innerparteilichen Gremien einführt.

Ilse Preisinger-Sontag, Vorsitzende der Frauenunion im Landkreis, glaubt, dass die Quote Frauen stärkt.

Halten Sie die Frauenquote für sinnvoll?

Es ist schade, dass wir sie brauchen, ich bin normalerweise keine Verfechterin einer Quote. Aber sie ist leider erforderlich, damit wir Frauen besser in die Politik integrieren können.

Woran liegt es, dass Frauen es nicht ohne Quote schaffen?

Frauen sind oft zurückhaltender in ihren Forderungen. Sie lassen Männern häufig den Vortritt, wenn die sich engagieren wollen. Die Quote ist ein Schritt, damit Frauen selbstbewusster auftreten können, weil sie wissen, dass ihnen Ämter zustehen. Wir wollen in den Parteigremien besser vertreten sein.

Kritiker sagen, den Verfechterinnen der Quote gehe es nur um die Absicherung eigener Ansprüche.

Das stimmt nicht, denn die Frauen, die die Quote fordern, brauchen sie nicht. Sie haben bereits Ämter und setzen sich für andere ein.

Im Mühldorfer Stadtrat sitzen zwei CSU-Frauen und sechs Männer, im Kreistag sieben Frauen und 22 Männer. Müsste die Quotenregelung nicht auf die Listenaufstellung ausgeweitet werden?

Grundsätzlich geht es uns um parteiinterne Gremien vom Ortsverband bis zum Landesverband. Die Ausweitung auf Kandidatenlisten bei Wahlen ist nicht geplant. Eine Verbesserung in diesem Bereich ergibt sich aber mit der Zeit automatisch, wenn sich Frauen innerparteilich stärker durchsetzen.

Teilt die Kreisfrauenunion ihre Haltung?

Wir haben diese Frage intensiv diskutiert und es gibt viele, die meiner Meinung sind. Es gibt aber genauso gut Mitglieder, die anderer Meinung sind. Einen formellen Beschluss über die Frage haben wir aber noch nicht gefasst.

Lesen Sie mehr am morgigen Donnerstag im Mühldorfer Anzeiger

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